Berufskolleg: Es gibt nur 2,4 statt 5,7 Millionen Euro vom Land für die Schulen. Politiker suchen nach dem Geld.

Mönchengladbach. Der Bericht über die Suche nach den "verschwunden" 122 Millionen Euro, die eigentlich den Berufskollegs in Nordrhein-Westfalen zukommen sollten, zieht immer weitere Kreise.

Gestern kündigte der Gladbacher SPD-Landtagsabgeordnete Hans-Willi Körfges an, notfalls eine so genannte Kleine Anfrage zum Verbleib der Gelder zu stellen. "Am Donnerstag tagt der Finanzausschuss zum Nachtragshaushalt. Da werde ich versuchen, den Dingen auf die Spur zu kommen", sagte Körfges, der Mitglied des Landesfinanzausschusses ist.

Die WZ hatte berichtet, dass von den 150 Millionen, die den Berufskollegs vom Schulministerium in Aussicht gestellt wurden, laut Information aus dem Wirtschaftsministerium nur 28 Millionen vorhanden sein sollen. Für Gladbach bedeutet das: Es gibt nur 2,4 anstatt 5,7 Millionen Euro.

Gestern traf sich Körfges mit einem Berufsschulleiter. Es sei Körfges um Möglichkeiten gegangen, dass die fünf Gladbacher Berufskollegs doch noch die beim Land beantragten Fördergelder in Höhe über 5,7 Millionen Euro bekommen.

Nach dem Gespräch sagte Körfges: "Für mich steht fest, dass es diese Information gegeben hat. Den Leitern der Berufskollegs in Mönchengladbach wurde gesagt, dass es 150Millionen Euro gibt. Darüber, dass diese frohe Botschaft aus dem Finanzministerium zurückgenommen wurde, ist man in den Schulen "zurecht irritiert".

Norbert Post: "Ich verlasse mich hier auf nichts mehr"

Auch der Gladbacher CDU-Chef und Landtagsabgeordnete Norbert Post hat sich eingeschaltet. "Ich habe mich an das Schulministerium und an das Ministerium für Wirtschaft gewandt", sagte Post am Montag gegenüber unserer Redaktion. In dieser Sache verlasse er sich absolut nicht mehr auf etwas Mündliches. Alles was es zu diesem Thema gibt, werde er nur noch schriftlich mit beiden Ministerien verhandeln.

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