Im März fallen die Würfel – vorher lässt sich der Aufsichtsrat des städtischen „Eli“ genau informieren.

Mönchengladbach. Es tut sich was: In der Sondersitzung des Aufsichtsrates der Städtischen Kliniken GmbH („Eli“) am 15. Februar soll Geschäftsführer Horst Imdahl sagen, wie, wann und vor allem an wen die betagte Hardterwald-Klinik verkauft werden kann. Hier will ein Investor eine Reha-Klinik mit rund 200 Betten errichten. Imdahl mochte sich am Dienstag auf WZ-Anfrage nicht konkret äußern: „Das werde ich erst einmal im Aufsichtsrat tun“. Hier sitzen vor allem Politiker zusammen.

Laut Imdahl wird der Verkauf in diesem Jahr erfolgen. Zuletzt hatte es Gespräche mit zwei Interessenten gegeben – der Eifelhöhen Klinik AG und den Offenburger Celenus-Kliniken. Ob einer der beiden oder ein anderer das große Areal mit dem teilweise schönen Jugendstil-Ensemble kauft, dazu äußerte sich der Geschäftsführer nicht näher.

Wer kauft, das wird spätestens im März entschieden

Zuletzt waren die Gespräche mit den Eifelhöhen ins Stocken geraten. Deren Management hatte weder ein verbindliches Preis-Angebot noch ein Klinik-Konzept vorgelegt. Was Imdahl seinerzeit bedauerte. Später meldeten sich die Offenburger. Bleibt es bei den bisherigen Planungen, ist an eine Reha vor allem für Herz-Patienten gedacht.

Stadtkämmerer Bernd Kuckels (FDP) dringt schon länger auf den Verkauf von Gebäuden und Grundstücken. Er kann die Millionen Euro aus der Transaktion gebrauchen – Gladbach ist mit 1,3 Milliarden Euro verschuldet.

Der Aufsichtsrat des städtischen „Eli“ hat mehrfach klar gemacht, dass die Hardterwald-Klinik, die die Stadt einmal erbte, nicht verramscht werden darf.

Für das neue Zentrum müssten Bauten der Hardterwald-Klinik (im Besitz des „Eli“) abgerissen werden. Die dort untergebrachte Geriatrie (Altersheilkunde) muss ausziehen. Sie wird als neue Abteilung am „Eli“-Haupthaus in Rheydt in einem Neubau untergebracht. Imdahl: „Hierfür stellen wir den Bauantrag noch in diesem Jahr.“

Spätestens im März soll entschieden sein, wer die Wald-Klinik kauft. Glaubt man Mitarbeitern, sind Verhandlungen mit der Eifelhöhen AG „sehr weit fortgeschritten“. In einer Beschäftigten-Info steht: „Beim Verkauf geht kein Job verloren.“

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