Mit „Inveni!“ soll jungen Forschern, die Möglichkeit gegeben werden, an eigenen Experimenten zu arbeiten.

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Die Lehrer Siegfried Hell, Bernhard Spaniol und Lilla Hell.

Die Lehrer Siegfried Hell, Bernhard Spaniol und Lilla Hell.

Jörg Knappe

Die Lehrer Siegfried Hell, Bernhard Spaniol und Lilla Hell.

Mönchengladbach. Das Gymnasium Odenkirchen will sich früher und intensiver um seinen naturwissenschaftlichen Nachwuchs kümmern. „Inveni!“ – lateinisch für entdecke, erkunde – heißt daher ein neues Projekt an der Schule, das ab dem nächsten Schuljahr für Fünftklässler startet. Das Projekt gibt Zahlentüftlern, Entdeckern, Forschern und Sternenguckern Zeit und Raum, ohne Notendruck Naturphänomene zu erforschen.

„Wir wollen die kindliche Begeisterung für das Experimentieren aufgreifen“, erklärt Siegfried Hell, Bio- und Chemielehrer in Odenkirchen. Im Unterricht bliebe oft zu wenig Zeit, um nach Herzenslust „mischen und matschen“ zu können, so der Pädagoge.

Das Angebot findet außerhalb der üblichen Schulstunden statt. Mitmachen können die Schüler freiwillig. Mitbringen sollten sie besonderes Interesse für Mathe, Chemie, Physik oder Biologie. Die einzelnen Themen-Module heißen etwa „Wasser – Luft – Erde“ oder „Bionik – der Natur abgeschaut“.

Statt Frontalunterricht ist Mitmachen, Selbstständigkeit und Weiterdenken gefragt. 15 Kinder arbeiten pro Gruppe zusammen. Auswahlkriterium ist eine gute Note in Sachkunde: „Wir beginnen erst im zweiten Halbjahr, damit die Neuankömmlinge Zeit haben, sich bei uns einzugewöhnen“, sagt Lehrer Hell.

Informationen zum Projekt gibt es während der Anmeldephase im März

Gute Erfahrungen hat das Gymnasium bereits mit ihrer Milch-AG für Grundschüler und zwei Forscher-Nachmittagen gemacht, bei denen jeweils 250 Viertklässler von 10 Gladbacher Grundschulen dabei waren. Erfolge, die keine Eintagsfliegen bleiben sollten, so Siegfried Hell. Beim Projekt will die Schule das naturwissenschaftliche Potenzial jüngerer Schüler bis zur siebten Klasse fördern.

Dieser an Experimenten ausgerichtete Schwerpunkt werde mit dem Differenzierungskursen Biologie und Chemie oder Informatik in den achten und neunten Klassen fortgesetzt. Die Oberstufenschüler seines Gymnasiums könnten schließlich zwischen fünf mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern wählen, betont Schulleiter Bernhard Spaniol.

Mehr Infos zum Projekt gibt es während der Schul-Anmeldung in der Zeit vom 1. bis zum 7. März. jfg

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