„Ein Kreuz mit Wirkung“ heißt eine neue Aktion der Kirchen in Mönchengladbach.

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Am Haus Zoar (v.l.): Wolfgang Huber, Yannick Greifendorf, Andreas Stüttgen, Wolfgang Hess, Martina Wasserloos-Strunk, Klemens Colling, Ulrich Clancett und Hermann Schenck.

Am Haus Zoar (v.l.): Wolfgang Huber, Yannick Greifendorf, Andreas Stüttgen, Wolfgang Hess, Martina Wasserloos-Strunk, Klemens Colling, Ulrich Clancett und Hermann Schenck.

Horst Siemes

Am Haus Zoar (v.l.): Wolfgang Huber, Yannick Greifendorf, Andreas Stüttgen, Wolfgang Hess, Martina Wasserloos-Strunk, Klemens Colling, Ulrich Clancett und Hermann Schenck.

Mönchengladbach. Beunruhigend und besorgniserregend nennt Pfarrer Wolfgang Hess die Wahlmüdigkeit der Mönchengladbacher. "Die Wahlbeteiligung bei der Europawahl lag bei nur 35 Prozent", stellt der Vorsitzende des Verbandes der evangelischen Gemeinden in Mönchengladbach fest.

Um die Menschen an die Wahlurnen zu bekommen, haben die evangelische und katholische Kirche in Mönchengladbach die gemeinsame Kampagne "Ein Kreuz mit Wirkung" gestartet.

Eine geringe Wahlbeteiligung stärkt meist die extremistischen Parteien

Die Kirchen wollen ihr klares Ja zur Demokratie unterstreichen und deutlich machen, dass Passivität und Politikverdrossenheit die demokratische Grundordnung schädigen. Von geringer Wahlbeteiligung profitieren meist extremistische Parteien. "Dass zwei Vertreter der NPD im Stadtrat sitzen, ist nicht akzeptabel", sagt Wolfgang Hess.

Damit möglichst viele am 30. August wählen, werben seit gestern vier Banner an Kirchen der Stadt für die Wahl. 20.000 Postkarten werden verteilt. In Gottesdiensten wird zum Wählen aufgerufen und am 29. August, am Tag vor der Wahl, gibt es einen Straßenaktionstag.

Eine Dixieland Jazzband wird dann durch die Fußgängerzonen von Rheydt und Gladbach ziehen, begleitet von Jugendlichen, die Wahlaufrufe verteilen. "Es ist wichtig, die Leute zu mobilisieren", sagt Andreas Stüttgen (18), der mitmacht. "Gerade Jugendliche müssen sich ihre eigene Meinung bilden."

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