80 Prozent der Grundschüler an der Waisenhausstraße haben einen Migrationshintergrund.

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Schulleiterin Ursula Stegemann-Hirsch (Mitte unten) und ihr Team freuen sich über den Preis.

Schulleiterin Ursula Stegemann-Hirsch (Mitte unten) und ihr Team freuen sich über den Preis.

Knappe

Schulleiterin Ursula Stegemann-Hirsch (Mitte unten) und ihr Team freuen sich über den Preis.

Mönchengladbach. Ursula Stegemann-Hirsch war aus gutem Grund nicht alleine gekommen. „Wir sind ein Team und sehen den Preis als Anerkennung unserer gemeinsamen Arbeit“, sagte die Schulleiterin der KGS Waisenhausstraße bei der Verleihung des zweiten Integrationspreises der Stadt, zu der sie von Eltern und Lehrerkolleginnen begleitet wurde. Eine zehnköpfige Jury mit Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners an der Spitze entschied sich unter insgesamt 16 Bewerbern für die Rheydter Grundschule, die in vielfältiger Form Integrationsarbeit leistet.

So hat die Schule, die einen Schüleranteil mit Migrationshintergrund von 80 Prozent aufweist, bereits vor über zehn Jahren ein Elterncafé ins Leben gerufen, damit die Eltern dort ihre Deutschkentnisse verbessern können. Und die Schüler werden mit Kursen wie „Fit für die Schule“ auf den Schulbesuch vorbereitet. Zudem gibt es spezielle Fördermaßnahmen für Kinder mit Doppelsprachigkeit.

Auch die anderen 15 Bewerber werden geehrt

„Der Preisträger spricht viele Sprachen, unter anderem Türkisch und Italienisch, aber vor allem die Sprache des Herzens“, sagte Reiners bei seiner Laudatio, bevor er Ursula Stegemann-Hirsch die Urkunde überreichte. „Der Umgang mit kultureller Heterogenität ist für uns Alltag. Wir führen mit den Kollegen, Sozialpädagogen und Eltern ein gutes Miteinander und leben den Schülern Toleranz vor. Und es funktioniert, das Kind sieht in seinem Gegenüber das Kind und nicht die Nationalität oder die Hautfarbe“, sagte sie.

Doch nicht nur die KGS Waisenhausstraße wurde bei der Feierstunde im Jugendclubhaus Westend geehrt, alle 16 Bewerber wurden zu OB Reiners und Yilmaz Karaca, dem Vorsitzenden des Integrationsrates, auf die Bühne gebeten. „Sie alle haben gewonnen. Ohne sie wäre Mönchengladbach ein bisschen ärmer und das soziale Klima ein wenig kälter“, sagte Reiners. Einzelne Personen wie der ehemalige Leiter der Mönchengladbacher Drogenberatung, Marc Auguste, oder Tischtennistrainer Bülent Bagir sowie Gruppen wie das Team des Hugo-Junkers-Gymnasiums mit seinem Projekt „Bilinguales Vorlesen in der Rheydter Stadtbibliothek“ oder der Gospelchor Umoja Singers gehörten zu den Geehrten.

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