Die Hauptschule soll nach Ansicht der Politik entgegen dem Vorschlag der Verwaltung genauso wie die Hauptschulen Giesenkirchen und Wickrath auslaufen.

Demo von Schülern, Eltern und Lehrern der Hauptschule Eicken.
Demo von Schülern, Eltern und Lehrern der Hauptschule Eicken.

Demo von Schülern, Eltern und Lehrern der Hauptschule Eicken.

Demo von Schülern, Eltern und Lehrern der Hauptschule Eicken.

Mönchengladbach. Erst gab es lautstarke Protest und Plakate von Schülern, Eltern und Lehrern der Hauptschule Eicken. Ihre Forderung im Hof und im Ratssaal des Rathauses Abtei vor der Sitzung des Schulausschusses am Mittwoch: Kein sofortiges Aus für ihre Hauptschule.

Dann kam der Applaus von der Gruppe von Demonstranten. Denn die Forderung der Betroffenen war ganz im Sinne der Mehrheit der Politiker. Der Vorschlag der Verwaltung im Schulkonzept, Eicken schon zum Ende des Schuljahrs zu schließen, sei "vom Tisch", sagte die SPD-Ratsfrau Angela Tillmann in der öffentlichen Sitzung stellvertretend für die Ampel-Kooperation. Damit wird Eicken genauso wie die Hauptschulen Wickrath und Giesenkirchen auslaufen. Hintergrund sind die geringen Anmeldezahlen.

Über den entsprechenden Beschluss-Entwurf mit diesen veränderten Vorzeichen wird am 2. Dezember im Schulausschuss beraten und am 16.Dezember im Stadtrat abgestimmt.

Die Mahnung der Verwaltung an die Politik lautete gestern: Das Schulamt habe lediglich Alternativen aufgezeigt. Die Politik entscheide. Aber sie solle dies so tun, dass die Entscheidungen auch nach dem zu erwartenden Knick bei den Schülerzahlen noch 2014 Bestand hätten.

Nach den Leitern der Hauptschulen Eicken und Wickrath meldete sich gestern auch der Schulleiter der Hauptschule Giesenkirchen, Wolfgang Peters, zu Wort. Er wehrt sich u.a. gegen die Argumentation mit schlechten Anmeldezahlen. Denn das beträfe mindestens sechs Hauptschulen in der Stadt. Im Vergleich liege Giesenkirchen da sogar besser.

Ohne Giesenkirchen gebe es keine Hauptschule mehr im Stadtbezirk Ost. Die Erreichbarkeit sei ebenfalls kein Argument. Selbst Schüler aus Rheydt seien in "gut zehn Minuten" am Asternweg. Wer mit einer "schwer nachvollziehbaren" und "rein politischen" Entscheidung die Innenstadt stärke, nehme in Kauf, dass die Außenbezirke auf Dauer "zunehmend unattraktiver" würden.

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