Mönchengladbach. Je weiter Nutzer des Internets im Westen der Stadt Richtung Wanlo, Buchholz oder Herrath wohnen, desto schlechter wird die Versorgung – und das trotz flächendeckender DSL-Anschlüsse in der Stadt: „Dafür gibt es eine physikalische Erklärung“, erläuterte Georg Theißen von der Telekom den Mitgliedern des Bau- und Planungsausschusses.

Mönchengladbach wird über 18 Netzknoten versorgt, von denen aus über Kupferkabel gesendet wird. Die lassen mit zunehmender Länge immer weniger Bits passieren – je weiter der Empfänger entfernt ist, desto länger braucht er etwa zum Öffnen einer Seite. Für eine schnellere Breitbandversorgung könnten Glasfaserkabel sorgen. 50 000 Euro müsste die Stadt für jeden Kilometer verlegten Kabels aufbringen.

NRW-Förderung für Glasfaserkabel kann nicht genutzt werden

NRW-Förderprogramme finanzieren bis zu 90 Prozent der Kosten immer dann, wenn unter zwei Megabit gesendet wird, wie es in Hardt, Rheindahlen oder Wickrath der Fall ist. Doch auf die zwei möglichen Fördertöpfe könne Gladbach nicht zugreifen, informierte Theißen, denn vor allem ländliche Gebiete sollen davon profitieren. In den Gewerbegebieten Nordpark, Güdderath und Regiopark gibt es zwar ein Glasfaserkabelnetz, dort ist aber die Breitbandversorgung einzelner Firmen unzureichend. Dabei sei ein schneller Zugang im Interesse der Wirtschaftsförderung.

Auf einen schnelleren Zugang müssten Wanlo, Wickrath und Herrath auf Dauer nicht verzichten, sagt der Telekom-Fachmann. Zwar werden die Außenbezirke dem Zentrum immer hinterher hinken: „Doch die technische Entwicklung verläuft rasant.“ jfg

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