Schneeketten für die Feuerwehr-Fahrzeuge. Spanischer Laster rutscht in den Graben.

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Auch mit solchen Salzstreuern kann die GEM große Mengen Sand bzw. Splitt auf eisglatte Straßen bringen.

Auch mit solchen Salzstreuern kann die GEM große Mengen Sand bzw. Splitt auf eisglatte Straßen bringen.

Auch mit solchen Salzstreuern kann die GEM große Mengen Sand bzw. Splitt auf eisglatte Straßen bringen.

Mönchengladbach. Die GEM, sollte das frostreiche Winterwetter andauern, stellt sich auf die Streuzeit mit Sand und Splitt ein. "Wir wissen nicht, wann wir wieder ausreichend Salz bekommen", sagte am Freitag Jutta Schmitz, die Sprecherin des auch für den Winterdienst zuständigen Entsorgers.

Zwar hortet man noch einige wenige hundert Tonnen Salz, doch mit denen sollen knapp 60 der wichtigsten Verkehrs-Trassen im Stadtgebiet enteist werden. Wenn die Menge denn ausreicht.

Winterdienst-Männer haben längst getestet, mit welchen Dosierungen Splitt bzw. gewaschener Gelbsand effizient verstreut werden können. "Unsere Versuche waren erfolgreich", sagt Schmitz. "Wir können, wenn wir müssen, sofort loslegen." Sand bzw. Feinstein-Streu stünden im Gegensatz zu Salz derzeit unbegrenzt zur Verfügung.

Der wegen der Salz-Knappheit eingeschränkte Schneeräumdienst kommt bei vielen Gladbachern nicht gut an. In der GEM-Telefonzentrale müssen sich Mitarbeiter viel Kritik und üble Beschimpfungen gefallen lassen. Schmitz dazu: "Wir tun unser Bestes, mehr ist nicht drin."

Sollte es am Samstag tatsächlich zu den prognostizierten Schneefallmengen kommen, will die halbstädtische Firma GEM vermehrt Schneeschieber (bei der GEM nennt man sie Schneeschilder) einsetzen. Dass bedeutet, dass Verkehrsteilnehmer auf fester Schneedecke fahren dürfen.

Laster rutscht in den Graben

Die Polizei registrierte seit Donnerstag- bis Freitagnachmittag 29 "zum Großteil witterungsbedingte Unfälle". Dabei wurden mehrere Personen leicht verletzt. Spektakulär: Auf der L 39 in Güdderath rutschte das Führerhaus eines spanischen Lasters von der eisglatten Fahrbahn in den Graben. Der Lenker blieb unverletzt. Auch der Bergungskran kam ins Rutschen, als er der Transporter auf die Piste hob. Nach gut zwei Stunden war die Aktion beendet. Der Schaden sei eher gering, sagt ein Polizeisprecher.

Auch bei Feuerwehr und ihren Rettungsdiensten scheint man für den Extrem-Winter gerüstet. Alle Fahrzeuge erhielten "die erforderliche Bereifung", Schneeketten lägen im Fond. ba.-/jfg

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