Kinderarmut muss stärker bekämpft werden.

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SPD-Ratsfrau Monika Schuster plädiert für Verbesserungen.

SPD-Ratsfrau Monika Schuster plädiert für Verbesserungen.

Knappe

SPD-Ratsfrau Monika Schuster plädiert für Verbesserungen.

Mönchengladbach. Eines wurde gleich zu Beginn den 50 Besuchern einer SPD-Veranstaltung in Odenkirchen deutlich: Die Beseitigung von Kinderarmut ist die wichtigste Voraussetzung von Chancengleichheit.

Auf Einladung der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) informierten die 2. Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Britta Altenkamp, und der Präventionsbeauftragte der Stadt Dormagen, Uwe Sandvoss, über Ziele und Wege, die Kinderarmut wirkungsvoll zu bekämpfen.

Das "Dormagener Modell", in dem erstmalig alle Familien direkt nach der Geburt eines Kindes aufgesucht und durch Angebote unterstützt werden, habe sich bewährt: Kinds-, Eltern- und Gemeinwohl bedingten einander.

Kinderbetreuung darf nicht teuer sein

Auch Altenkamp plädiert für einen ganzheitlichen Ansatz: "Wir müssen kommunale Strukturen verändern, Hilfesysteme besser miteinander vernetzen. Die Familien müssen frühzeitig unterstützt werden. Nur so lassen sich erste Fehlentwicklungen korrigieren. "

Vom Dormagener Modell könnten Lösungsansätze auch in Gladbach übernommen werden. Mehr Prävention ist immer besser als eine sehr teure Nachsorge.

In Gladbach lagen die Kosten für die "Hilfen zur Erziehung" alleine 2006 bei 105 Euro je Einwohner. Diese Zahl habe sich dramatisch erhöht. Ratsfrau Monika Schuster, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion: "Die frühkindliche Förderung ist ein Schlüssel für Chancengerechtigkeit.

Kinderbetreuung muss entweder kostenfrei oder zumindest nur durch einen geringen Gebührenanteil der Eltern ermöglicht werden. Das Gleiche gilt für die Ganztagsbetreuung an den Grundschulen." Mittagessen und Lernmittel müssten gerade bei geringem Einkommen der Eltern kostenfrei sein. boe

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