Zwei Wochenenden lang wurden im Keller der Jahnhalle die besten Amateur-Kegler der Stadt ermittelt.

Richard Irmen gehört zu den Moserköpp, einer reinen Finanzbeamten-Mannschaft.
Richard Irmen gehört zu den Moserköpp, einer reinen Finanzbeamten-Mannschaft.

Richard Irmen gehört zu den Moserköpp, einer reinen Finanzbeamten-Mannschaft.

Susanne Böhling

Richard Irmen gehört zu den Moserköpp, einer reinen Finanzbeamten-Mannschaft.

Mönchengladbach. Bald haben sie mehr Helfer als Kegler. Der Auffassung ist jedenfalls Günter Dauber. Er richtete mit neun Helfern die Stadtmeisterschaften für die Kegler aus.

Zwei Wochenenden lang rollten die Kugeln im Keller der Jahnhalle. Vom 6. bis 8. Februar waren die Vorausscheidungen, bei denen sich die besten der 90 Angetretenen für die Endausscheidung an diesem Wochenende qualifizieren konnten. Dauber und seine Helfer sind Sportkegler, hier dürfen jedoch nur die Gesellschaftskegler teilnehmen.

Teilnehmer für die nächsten Meisterschaften werden gesucht

Doch die anzusprechen ist schwierig, denn sie sind nicht in Vereinen organisiert, sondern treffen sich oft mehr aus geselligem denn sportlichen Anlass in einem der vielen Lokale, die über eine Kegelbahn verfügen. "Die, die ich kenne, kriegen von mir eine Einladung zu dem Turnier", erzählt Dauber. "Aber ich kenne längst nicht alle."

In einer Stadt mit rund 260000 Einwohnern in einem so weit verbreiteten Sport wie Kegeln vermutet er ein viel größeres Potenzial als die 90 gemeldeten Teilnehmer. Er und seine Mitstreiter nützen dieses Turnier, um Talente für die Sportabteilung zu sichten. "Das gelingt auch ab und zu."

Aus Gründen der Geselligkeit treffen sich auch die Moserköpp, die schon den ersten Titel eingefahren haben. "Erster bei den Herrenmannschaften", sagt Markus Lindgens stolz. Er sitzt am Tisch mit der Kiste Bier.

Das heute eher als Freizeitsport betriebene Kegeln lässt sich bis zu den alten Ägyptern zurück verfolgen. Es wurden entsprechende Wandreliefs aus dem Jahr 3500 vor Christus gefunden.

Die deutschen Sportkegler sind im Deutschen Kegler- und Bowlingbund (DKB) organisiert.

Seine Mitstreiter Rolf Hermanns und Hans Lindackers, sowie Stefan Jülich und Richard Irmen kämpfen gerade in jeweils einem Team um die Titel im Tandem. "Wir sind alle keine Gründungsmitglieder", sagt der 42-jährige Lindgens.

Der Club gründete sich 1964 aus Finanzbeamten und auch heute noch besteht er ausschließlich aus solchen. Rita Flesser trainiert beim Trimmtrimester der Stadt wöchentlich montags. Was sie allerdings nicht als Voraussetzung für die Teilnahme an der Stadtmeisterschaft sieht. "60 Kugeln auf die Vollen - das schafft jeder."

Früher mussten die Kegel von Hand wieder aufgestellt werden

Winfried Frenken pflichtet ihr bei. "In meiner Jugend war Kegeln anstrengend." Vor allem für die, die die Kegel wieder aufgesetzt haben, womit sich der 76-jährige damals etwas dazu verdient hat.

Annerose Stermann und ihre "Holzköpfe" machen schon seit 1990 bei den Stadtmeisterschaften mit. "Da waren wir völlig unbedarft. Und haben direkt den dritten gemacht!" erinnert sie sich. Seitdem sind sie jedes Jahr dabei und sie hat auch schon einen Titel eingefahren. "Im Damen-Einzel in der Altersklasse über 50."

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