Das umgebaute Untergeschoss ist fertig. Damit hat der Stadtteil wieder ein Handelszentrum.

Bei der Eröffnung (v.l.): Ulrich Schückhaus (EWMG), Bürgermeister Michael Schroeren, Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann, Horst-Peter Vennen (EWMG), Karstadt-Vertriebschef Thomas Wanke.
Bei der Eröffnung (v.l.): Ulrich Schückhaus (EWMG), Bürgermeister Michael Schroeren, Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann, Horst-Peter Vennen (EWMG), Karstadt-Vertriebschef Thomas Wanke.

Bei der Eröffnung (v.l.): Ulrich Schückhaus (EWMG), Bürgermeister Michael Schroeren, Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann, Horst-Peter Vennen (EWMG), Karstadt-Vertriebschef Thomas Wanke.

Bereits vor der offiziellen Eröffnung strömten die ersten Kunden gestern durch das modernisierte Untergeschoss.

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Bei der Eröffnung (v.l.): Ulrich Schückhaus (EWMG), Bürgermeister Michael Schroeren, Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann, Horst-Peter Vennen (EWMG), Karstadt-Vertriebschef Thomas Wanke.

Weg von der überdimensionierten „Kathedrale“ früherer Tage, hin zum kompakten Rundum-Anbieter in Sachen Nahversorgung für eine Zielgruppe ab 45 aufwärts: So stellt sich Karstadt-Vertriebschef Thomas Wanke das Warenhauskonzept der Zukunft vor. Der Rheydter Karstadt, dessen umgebautes Untergeschoss gestern neu eröffnet wurde, gilt dafür als Modell, in Berlin-Tegel folgt in Kürze ein zweites Objekt nach diesem Muster. „Rheydt hat nun einen neuen Handelsmittelpunkt mit sich ergänzenden Sortimenten, der viel Frequenz generieren wird“, sagte Wanke. Und fügte an, dass das Einkaufserlebnis absolut „State of the art“ sei: Moderner geht’s nicht.

Schön für Karstadt, dass der lange schlingernde Konzern sich wieder festigt. Noch schöner aber für Rheydt, denn nach der Hängepartie rund um die Schließungspläne für das Haus, den Ankauf der Immobilie durch die EWMG und die langfristige Vermietung an Karstadt wurde vermieden, dass zu den millionenschweren Investitionen im Umfeld ein hässlicher negativer Gegenpol entstanden ist. Im Gegenteil: Den mittleren siebenstelligen Betrag, den die EWMG in die Modernisierung des Untergeschosses investiert hat, sieht man überall. Denn darin sitzt nun nicht mehr Karstadt, sondern Aldi, Rossmann und Action. Zu ihnen gelangen Kunden über einen neuen separaten Eingang vom Markt aus; die Rolltreppe, die rauf zu Karstadt führt, kann aufgrund unterschiedlicher Öffnungszeiten mit einem „Glasvorhang“ abgetrennt werden.

Um einen möglichen Borussia-Fanshop gibt es Streit

Es gibt einen neuen behindertengerechten Aufzug, auch der Zugang von der Tiefgarage wurde saniert.

Zusammen mit dem Immobilienkauf hat die EWMG so mehr als zehn Millionen investiert. Aber: „Die Vermietung der Flächen ist wirtschaftlich, die Investition wird sich rechnen“, sagte Geschäftsführer Ulrich Schückhaus. Wanke fügte hinzu, dass Karstadt auf der bereits verkleinerten Fläche und in der Umbauphase im vergangenen Jahr bereits ein „leichtes einstelliges Plus“ generiert habe.

Also alles eitel Sonnenschein? Nicht ganz. Eine 370-Quadratmeter-Fläche ist noch frei. „Nach Aufsichtratsbeschluss und Zusage des Präsidenten dürfen wir davon ausgehen, dass Borussia hier einen Fan-Shop eröffnet“, sagte Horst-Peter Vennen, EWMG-Aufsichtsratschef. Das sei protokolliert. Bei Borussia sieht man das aber anders: Die Zusage habe es nie gegeben, ein kompletter Fanshop sei nie Thema gewesen. Lediglich über ein Shop-in-Shop-System bei Karstadt sei – ergebnislos – diskutiert worden, sagte Sprecher Markus Aretz.

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