Über 1000 Teilnehmer kommen zum internationalen Gardetreffen an der City Kirche.

Die 22 internationalen Regimente ziehen durch die Stadt.
Die 22 internationalen Regimente ziehen durch die Stadt.

Die 22 internationalen Regimente ziehen durch die Stadt.

Jörg Knappe

Die 22 internationalen Regimente ziehen durch die Stadt.

Mönchengladbach. Da bebt das alte Gemäuer. Die Citykirche am Alten Markt hat über die rund 500 Jahre, die sie an Ort und Stelle steht sicherlich schon einiges erlebt. Aber an diesem Wochenende steht sie vor einer ganz besonderen Herausforderung. Samstagvormittag wird das 11-jährige Jubiläum der 1.Stadtgarde Mönchengladbach gefeiert.

Hüpfende Mariechen, schuckelnde Gardisten, ab dem Mittag die Showtanztruppe "Impulse" und fetzige Karnevalslieder von der Gruppe "Oh-weih", dass dabei noch ein Stein auf dem anderen bleibt, ist erstaunlich.

Aber eine Truppe die den Veilchendienstagszug leiten kann, hat natürlich auch hier alles in karnevalistisch fester Hand. Ein so starkes Regiment lässt sich an diesem Samstag gerne feiern und natürlich loben. Das übernehmen unter anderem die Unterzeichnerin der Gründungsurkunde, die ehemalige Oberbürgermeisterin Monika Bartsch und ihr Nachfolger Norbert Bude.

Die vielen bunten Uniformen begeistern die Zuschauer

Zum Abend hin laufen die Feierlichkeiten dann aus. Aber der Citykirche wird nur eine kurze Verschnaufpause vergönnt. Schon am Sonntagvormittag erobern über 1000 Gardisten aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden den für das 15. Euregionale Gardetreffen äußerst ungewöhnlichen Veranstaltungsort.

Da sich das niederländische Parkstad Garde Regiment am Vormittag etwas verspätet, darf zuerst die Garde "De Streupers Brunssum" auf die Bühne. Sie ist im nächsten Jahr Ausrichter des Treffens. Die Bühne platzt aus allen Nähten.

Die 1. Stadtgarde Mönchengladbach wurde am 27.Mai1998 gegründet.

Die Stadtgarde sieht ihre erste Aufgabe in der Organisation des Veilchendienstagszuges.

Mehr Platz für die 22 Regimente gibt es dafür auf Mönchengladbachs Straßen. Beim Umzug durch die Innenstadt sind die Zuschauer begeistert von unterschiedlichen Uniformen, den Showbands und Marschkapellen. Die trösten dabei sogar darüber hinweg, dass es bei diesem Zug keine Kamelle gibt.

Bei kurzen mehr oder weniger beabsichtigten Verzögerungen des Zuges animieren die Musiker auch die Zuschauer zum Mitschunkeln und -singen. Da ruft der tolerante Mönchengladbacher auch ausnahmsweise den niederländischen Regimenten ein "Alaaf" zu.

Am Abend gehen die Feierlichkeiten rund um das 11. Jubiläum der ersten Stadtgarde dann in der Citykirche zu Ende. Und obwohl die Kirche solch ein Treiben selten erlebt hat, ist sicher, dass anstehende Sanierungsarbeiten nicht auf Kosten der Karnevalisten gehen. Mei

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