Leere Abendsitzungen, lieblose Kamelle: Beim Fischessen zog der MKV Bilanz.

Abschluss der Session am Aschermittwoch: Das Prinzenpaar Niersia Kirsten und Holger I. überreicht MKV-Chef Bernd Gothe ein Abschiedsgeschenk – ein Bild, das die beiden in majestätischer Pracht zeigt.
Abschluss der Session am Aschermittwoch: Das Prinzenpaar Niersia Kirsten und Holger I. überreicht MKV-Chef Bernd Gothe ein Abschiedsgeschenk – ein Bild, das die beiden in majestätischer Pracht zeigt.

Abschluss der Session am Aschermittwoch: Das Prinzenpaar Niersia Kirsten und Holger I. überreicht MKV-Chef Bernd Gothe ein Abschiedsgeschenk – ein Bild, das die beiden in majestätischer Pracht zeigt.

Jörg Knappe

Abschluss der Session am Aschermittwoch: Das Prinzenpaar Niersia Kirsten und Holger I. überreicht MKV-Chef Bernd Gothe ein Abschiedsgeschenk – ein Bild, das die beiden in majestätischer Pracht zeigt.

Mönchengladbach. Auch wenn die Karnevalisten es kaum glauben wollten: Der Feueralarm zu Beginn des traditionellen Fischessens des MKV im Handelshof war kein Scherz.

Es dauerte eine Weile, bis man die Lautsprecherdurchsage ernst nahm, diszipliniert das Gebäude räumte und geduldig eine halbe Stunde in der Kälte ausharrte, bis die Feuerwehr Entwarnung gab: Fehlalarm. Geschäftsführer Joachim Potrykus wischte sich erleichtert den Schweiß von der Stirn.

Kritik an Kamelle: Haltbarkeitsdaten waren abgelaufen

Wegen der Verzögerung fasste sich MKV-Chef Bernd Gothe kurz bei seinem Resümee der Session. "Ich will weder ein Brandrede halten noch reine Lobeshymnen singen."

Offen sprach er Probleme an. "Das Wurfmaterial war teilweise zu beanstanden." Die Rede war von CDs, die einige Wagen verteilten, und von abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdaten. "Sind wir als Verband dafür verantwortlich?"

Er zog auch Bilanz für den Saal-Karneval: Zu den mehr als hundert Veranstaltungen der 44 Gesellschaften seien 70000 bis 80000 Menschen gekommen. "Manche Sitzungen waren komplett ausverkauft" - beispielsweise die Hausfrauennachmittage und die Herrensitzungen. Auf den Abendsitzungen seien jedoch Plätze leer geblieben. "Das lag auch am Programm", so Gothe.

Wichtig sei es, vor allem auf eigene Kräfte zu setzen, die einen lokalen Bezug hätten - "so wie bei der Jubiläumssitzung der großen Rheydter Prinzengarde". Die sei lediglich durch drei fremde, bezahlte Kräfte aufgewertet worden.

Gesellschaften mit Eigenbewirtung könnten auch überlegen, es wie die KG Hau Ruck zu machen. "Die haben mit freiem Eintritt junge Menschen angelockt, die noch nie auf einer Sitzung waren. Und die waren begeistert."

Mit dem Verlauf der Spendenaktion, die unter dem Titel "Zuggroschen" Furore machte, war er noch nicht zufrieden. Gothe hatte in Zusammenarbeit mit der Sparkasse, der Gladbacher Bank und den Volksbanken Spendenclowns mit Sparschlitz aufstellen lassen.

Ziel war es, pro Einwohner zehn Cent zugunsten des Veilchendienstagszugs einzunehmen. Ganze 20000 Euro sind zusammen gekommen, die meist im Vorfeld gesammelt wurden.

Das Problem: Organisatorische Schwierigkeiten hätten dazu geführt, dass noch nicht alles reibungslos geklappt habe.

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