Auf dem Kapuzinerplatz gab es viele Aktionen für die Kleinen und Infos für die Großen.

Fest
Die riesige Hüpfburg kam bei den jungen Besuchern gut an.

Die riesige Hüpfburg kam bei den jungen Besuchern gut an.

Jörg Knappe

Die riesige Hüpfburg kam bei den jungen Besuchern gut an.

Mönchengladbach. Der elfjährige Christoph hat es geschafft: Sogar dreimal hat er seine Gegner mit dem dicken, blauen „Sumo-Ring“, den er und sein Gegner um den Bauch haben, von der Matte gestoßen. Das Angebot kommt vom „Mobilen Jugendtreff – Der Bus“ und war Teil des Familienfestes, das am Sonntagnachmittag auf dem Kapuzinerplatz stattgefunden hat.

„Die Jugendlichen sollen lernen, mit fairen Regeln gegeneinander zu kämpfen“, so Christiane Remus (52), Sozialarbeiterin vom Mobilen Jugendtreff. Der Bus ist seit zweieinhalb Jahren dort unterwegs, „wo sonst nichts ist“, und will Kinder und Jugendliche „weg von Computer und Fernsehen hin zu Bewegung und Abenteuer führen“, sagt Sozialarbeiter Mike Tölke (47).

Hohe Sprünge und Schmetterlinge im Gesicht

Auch sonst wird für Kinder und Jugendliche beim Familienfest einiges geboten: Charlotte (2) vergnügt sich auf der Hüpfburg, während ihre Schwester Merle (7) auf der Bungee-Trampolin- Anlage hüpft. Dabei ist sie mit einem Gurt festgeschnallt und kann besonders hoch springen. Die Erzieherin Simone Jüngling (30) vom Jugendclubhaus Westend schminkt der zweijährigen Meliha einen Schmetterling ins Gesicht.

Besonders eingespannt sind die Jugendlichen von der „Jugendwerkstatt Kuhle 8“. Jugendliche, die keine Ausbildung finden, sind dort in der Regel für ein Jahr in Bereichen wie Hauswirtschaft und Schreinerei beschäftigt. Beim Familienfest verkaufen sie Kuchen, den sie selbst gebacken haben.

Die Jugendlichen aus dem Bereich Schreinerei bauen einen Stuhl zusammen. Hierzu gehört Dennis Rosen (17). Er hat die Hauptschule Aachener Straße nach Klasse neun ohne Abschluss verlassen. „Das Schreinern macht mir Spaß“, erzählt Rosen.

Organisiert wurde das Fest vom Fachbereich Kinder, Jugend und Familie in Zusammenarbeit mit dem Familienbündnis Mönchengladbach.

Eines der Ziele des Festes: Familien auf die verschiedenen Angebote aufmerksam machen – auch auf die „frühen Hilfen“ der im September 2012 eingerichteten gleichnamigen Fachstelle.

Jugendliche, die sich nicht sicher sind, was sie werden möchten, sind am Stand nebenan richtig. Sozialarbeiter Klaus Claßen stellt dort die Jugendberatungsstelle Zoom vor. Diese informiert Jugendliche beim Übergang von Schule ins Berufsleben, und zwar sowohl in der Beratungsstelle am Kuhlenweg 8 als auch in Schulen, im „Step“ und im Jobcenter.

Informationen kommen beim Fest nicht zu kurz

Die informative Seite kommt beim Familienfest auch sonst nicht zu kurz: Die Mitarbeiterinnen der „Frühen Hilfen“ informieren an einem Stand über Angebote der Familienhebammen, -paten und -pfleger. Ebenso hat das Familienbüro mit Abteilungsleiterin Bärbel Braun einen Stand.

Güner Kinik stellt die RAA, die Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien vor, Petronella Wöllner den Fachbereich Gesundheit und Norbert Deckers die Kindertagesstätten.

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