84 Nachwuchsfilmer haben Werbeclips, Dokumentationen und auch Horrorfilme gedreht.

Schüler haben mit Hilfe von Projektleiter René Linke (hinten, links) und Produzent Nils Voges (hinten, rechts) gelernt, worauf es beim Filmen ankommt.
Schüler haben mit Hilfe von Projektleiter René Linke (hinten, links) und Produzent Nils Voges (hinten, rechts) gelernt, worauf es beim Filmen ankommt.

Schüler haben mit Hilfe von Projektleiter René Linke (hinten, links) und Produzent Nils Voges (hinten, rechts) gelernt, worauf es beim Filmen ankommt.

Knappe

Schüler haben mit Hilfe von Projektleiter René Linke (hinten, links) und Produzent Nils Voges (hinten, rechts) gelernt, worauf es beim Filmen ankommt.

Mönchengladbach. Der Begriff „Heimat“ steht gerade für junge Menschen oft für Verstaubtes und Langeweile. Dass dies auch anders sein kann, wollten 84 Schüler von acht Schulen aus Gladbach, Viersen und Krefeld beweisen.

Sie haben für das Jugendfilmfestival „Blow up“ 19 Kurzfilme produziert. Darin zeigen sie ihre ganz persönlichen Vorstellungen von Heimat. Entstanden sind Werbeclips, kritische Dokumentationen, aber auch Horrorfilme.

Die Gesamtschule Espenstraße hat die Musik zum zentralen Thema ihrer Arbeit gemacht. Der Film zeigt anfangs ein Schild mit der Aufschrift „Musikschule geschlossen“, das die Schüler enttäuscht zurücklässt. Sie treffen sich dann auf der Straße, um gemeinsam unter dem Motto „Music is our home“ (Musik ist unsere Heimat) zu musizieren.

„Manchmal war es anstrengend, weil wir bei unangenehmem Wetter einige Szenen mehrfach drehen mussten“, sagt Jasmin Beyers, Schülerin an der Espenstraße. Ohne professionelle Hilfe bei der Vorbereitung und beim Schnitt hätten die Beiträge nicht entstehen können.

Filmisches Erzählen ist aufwendiger, als die Schüler dachten

Projektleiter René Linke und Filmdozent Nils Voges zeigten den Schülern in Workshops, worauf es ankommt. „Die Jugendlichen haben ihre eigenen Ideen entwickelt und filmisch umgesetzt“, sagt Linke. Sie hätten lernen müssen, wie aufwendig filmisches Erzählen ist. „Einige wollten anfangs einen abendfüllenden Film drehen.

Fünf der beteiligten Schulen sind in Gladbach und Viersen zu Hause: Gesamtschule Espenstraße, Gemeinschaftshauptschule Kirschhecke, Gesamtschule Volksgarten (alle Gladbach), Clara-Schumann-Gymnasium (Viersen-Dülken) und Johannes-Kepler-Schule (Viersen-Süchteln).

Die Veranstaltung haben die Kulturbüros in Gladbach und Krefeld sowie das Kulturamt Viersen gemeinsam initiiert. Das Land hat die Initiative finanziell gefördert.

Sie haben aber schnell gemerkt, wie viel Zeit sie für nur eine Minute Film investieren müssen“, sagt der Projektleiter. Nach rund zweimonatiger Arbeit waren alle froh, Filme von zwei bis sieben Minuten Länge produziert zu haben.

Lehrerin Kristina Kelter von der Gemeinschaftshauptschule Kirschhecke freute sich, dass ihre Schüler der neunten Klasse viel Geduld bewiesen. Ihr Film „Der Heimat“ entstand aus einem Versprecher und entwickelte sich zu einem Horrorstreifen, in dem ein Monster mit Namen „Der Heimat“ Angst und Schrecken verbreitet.

Gezeigt werden die Arbeiten der jugendlichen Filmer am 27. Januar, 15 bis 17 Uhr, im Comet Cine Center an der Viersener Straße. Der Eintritt ist frei. Nach der Premiere können die Filme über die „Kujuki-Seiten“ der Städte Gladbach und Viersen heruntergeladen werden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer