Es wird eine Entscheidung auf den letzten Drücker. Noch hat der Personalrat nicht zugestimmt. Doch schon am Mittwoch wird der Rat voraussichtlich beschließen, dass die Stadt Mönchengladbach ihre Informationstechnologie künftig von der ITK Rheinland in Neuss betreuen wird. Und das möglichst schon ab dem 1. Oktober. Denn je früher Mönchengladbach dem Zweckverband beitritt, dem unter anderem Neuss und Düsseldorf angehören, desto mehr Geld spart die Stadt. Zwei Millionen Euro weniger wird Gladbach für dieselbe Leistung ausgeben müssen. „Die Vorteile sind klar“, sagte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners im Hauptausschuss.

Mitarbeiter sind mit dem Umzug nach Neuss einverstanden

Der Personalrat hat die Verhandlungen zwischen Stadt und ITK ausgiebig begleitet und sich noch keine abschließende Meinung gebildet. Wie zu hören ist, hat das Gros der gut 60 betroffenen Mitarbeiter nichts gegen den neuen Arbeitgeber: Gehalt und Status bleiben gleich, sogar Resturlaub und Überstunden ziehen mit nach Neuss um. Acht Mitarbeiter sollen in Gladbach bleiben, um vor Ort Computer-Probleme lösen zu können. Die kompletten Kosten für den Umzug – auch der Systeme und Lizenzen – zahlt die ITK Rheinland. Der verhandelte Preis ist bis 2020 ein Festpreis.

Hans Peter Schlegelmilch, Fraktions-Chef der CDU, sagte im Hauptausschuss, man habe die Argumente gründlich abgewogen. „Herausgekommen ist eine vernünftige Lösung, die auch die berechtigten Interessen der Mitarbeiter berücksichtigt.“

Sein SPD-Pendant Felix Heinrichs spricht von dem „Weg, den wir beschreiten sollten“. Und zwar nicht allein aus Kostengründen. Immer mehr Bürger wollten ihre Angelegenheiten online erledigen können. „Solche zeitgemäße Angebote lassen sich in einem Verbund leichter entwickeln“, sagt Heinrichs.

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