Beim Interkulturellen Straßenfest in Rheydt lockten Vertreter zahlreicher Nationen mit kulinarischen Spezialitäten und Musik.

Tänze, Musik und Leckereien aus aller Welt lockten die Besucher auf den Markt in Rheydt. (Fotos (2): Horst Siemes)
Tänze, Musik und Leckereien aus aller Welt lockten die Besucher auf den Markt in Rheydt. (Fotos (2): Horst Siemes)

Tänze, Musik und Leckereien aus aller Welt lockten die Besucher auf den Markt in Rheydt. (Fotos (2): Horst Siemes)

Tänze, Musik und Leckereien aus aller Welt lockten die Besucher auf den Markt in Rheydt. (Fotos (2): Horst Siemes)

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Tänze, Musik und Leckereien aus aller Welt lockten die Besucher auf den Markt in Rheydt. (Fotos (2): Horst Siemes)

Mönchengladbach. Tapas treffen Lahmacun, Wein trifft Tee, dazwischen wird gesungen, getanzt und gelacht, aber auch über politische Zustände hier und im Heimatland diskutiert. Schon ab 11 Uhr begeisterten sich am Sonntag viele interessierte Besucher für die Stände verschiedener Organisationen, die ihr eigenes Land und ihre Kultur beim Interkulturellen Straßenfest vorstellten.

Insgesamt gab es mehr als 36 Stände, darunter auch einige Info-Stände von Parteien. Mit viel Aufwand hatten Mitglieder verschiedener Vereine und Nationen wie der Türkei, Griechenland, Afghanistan, Russland, Israel oder Portugal sich bemüht, den Besuchern eine Menge zu bieten.

Während einige Stände wie zum Beispiel der des Vereins Kompass Bildungsring eine riesige Auswahl an Speisen boten, beschränkte sich der Verein Euro-Nepal darauf, Bilder auszustellen und Schmuck, Taschen und Tücher zu präsentieren und verkaufen.

Laut Michael Dreßen von Euro-Nepal steht es für den Verein im Vordergrund, viele Leute auf sein Projekt, das seit 2001 besteht, aufmerksam zu machen: "Wir haben ein Kinderheim für Mädchen in Nepal gebaut und sammeln Spenden."

Der Kompass Bildungsring ist ein Nachhilfekreis, der sich besonders an Schüler ausländischer Herkunft richtet. "Wir helfen da, wo die Eltern das zum Beispiel deshalb nicht gut können, weil sie die deutsche Sprache nicht gut genug beherrschen" , sagt Ismail Dön.

Die alevitsche Gemeinde bot zum Beispiel eine große Auswahl von Spezialitäten an, will ihr Angebot aber noch auf Tanz- und Musikeinlagen erweitern.

Maria Weihrauch vom Deutsch Russischen Integrationsverein (DRIV), der in diesem Jahr sein Zehnjähriges feiert, freut sich jedes Jahr wieder auf den Interkulturellen Tag in Rheydt: "Wir machen uns jedes Jahr große Mühe und bereiten vieles vor, nicht nur Spezialitäten aus Russland, sondern auch aus Bosnien, Serbien und Bulgarien. So versuchen wir, allen gerecht zu werden." Am Interkulturellen Tag in Rheydt, der an jedem letzten Sonntag im September stattfindet, hat der Verein seither jedes Mal teilgenommen.

Die Atmosphäre in Rheydt sei etwas ganz besonderes. Das spüre auch das Publikum. Eine junge Besucherin zieht folgendermaßen Resümee: "Ich halte Integration für sehr wichtig und führe hier viele interessante Gespräche. Ich liebe die internationale Atmosphäre hier und bin ganz besonders interessiert an der türkischen und spanischen Kultur."

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