Ampel will auch beim Grün sparen, Mitarbeiter fragen: Wie soll’s denn gehen?

Die Archivfotos zeigten den Bunten Garten (links) nach einer üppigen Bepflanzung, rechts der Rheydter Schmölderpark mit Pavillon.
Die Archivfotos zeigten den Bunten Garten (links) nach einer üppigen Bepflanzung, rechts der Rheydter Schmölderpark mit Pavillon.

Die Archivfotos zeigten den Bunten Garten (links) nach einer üppigen Bepflanzung, rechts der Rheydter Schmölderpark mit Pavillon.

Die Archivfotos zeigten den Bunten Garten (links) nach einer üppigen Bepflanzung, rechts der Rheydter Schmölderpark mit Pavillon.

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Die Archivfotos zeigten den Bunten Garten (links) nach einer üppigen Bepflanzung, rechts der Rheydter Schmölderpark mit Pavillon.

Mönchengladbach. Bilder wie die vom „bunten“ Bunten Garten oder dem gepflegt erscheinenden Schmölderpark könnten schon bald passé sein. Denn die Ampel-Koalition will angesichts der desaströsen städtischen Finanzlage auch beim „Unterhalt Grün“ sparen. Und zwar kräftig. Jährlich werden 1,2 Millionen Euro weniger ausgegeben. Betroffen davon sind Parks, öffentliche Grünflächen, aber auch Friedhöfe. Betroffen vom Sparschnitt sind die rund 150 Mitarbeiter, die in der Sparte Grünpflege arbeiten. Schon geht bei ihnen die Angst vom Stellenverlust um, wenngleich ein Stadtsprecher am Freitag erklärte: „In der gesamten Stadtverwaltung sind derzeit keine betriebsbedingten Kündigungen vorgesehen.“

Betroffen von der Rotstiftaktion sind aber auch die vielen Dauerbesucher der „Oasen“: Weniger Geld heißt weniger Pflege – kaum noch Blumen, mehr Müll, „Wildwiesen“ und schlechte Wege also.

Abstimmen – bis das Ergebnis stimmt?

In der Personalversammlung für Stadtmitarbeiter war die grüne Zukunft nur ein Thema. Mehr als 700 der rund 3200 Beschäftigten kamen in die KFH, einige von ihnen stellten OB Norbert Norbert (SPD) die Frage, wie die 1,2 Millionen Euro erreicht werden sollen. Bude antwortete diplomatisch: Darauf müsse die Politik bald eine Antwort geben.

Ein weiteres Thema: Die Zukunft der 36 städtischen Kindertagesstätten. Die FDP verlangt, dass die Kitas mit ihren knapp 400 Mitarbeitern in eine eigenständige Firma ausgelagert werden. Ein Prüfauftrag scheiterte jüngst im Stadtrat – weil die Ampel keine Mehrheit hatte. Nun soll über eine Prüfung durch die Stadt im Stadtrat am 23. Februar erneut abgestimmt werden. Roswitha Mirbach, Vorsitzende der städtischen Arbeitnehmervertretung, hält wie viele Erzieherinnen nichts von einer Veränderung – die bringe nichts, auch nicht die erhoffte finanzielle Entlastung für die Stadt. Mirbach: „Wird so lange abgestimmt, bis das Ergebnis stimmt?“

Gibt es bald „Zwangsferien“?

Bislang haben sich Personalvertretung und OB nicht auf „Zwangsferien“ für Mitarbeiter geeinigt. Zur Personalkosten-Senkung sollen Beschäftigte in Zeiten wie zwischen Weihnachten und Neujahr Urlaub machen.

Rund 3200, 130 bis 140 Stellen sind nicht besetzt. Personalkosten jährlich: etwa 161 Millionen Euro. Weil auch Beschäftigte der Stadt älter werden, verliert der Arbeitgeber in den nächsten 15 bis 17 Jahren etwa ein Drittel seiner Belegschaft. Diese demografische Entwicklung hat man vor Augen und will dagegen etwas tun, die WZ berichtete.
 

2,74 Millionen Quadratmeter – all das sind Parks, Grünflächen, Friedhöfe.

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