Geplant sind vor allem Wohnformen für Senioren, eine Kita und jede Menge Grünflächen.

Geplant sind vor allem Wohnformen für Senioren, eine Kita und jede Menge Grünflächen.
So sieht der Plan für das neue Wohngebiet in Lürrip zwischen Reme-Gelände und der Kirche aus. Skizze: Stadt

So sieht der Plan für das neue Wohngebiet in Lürrip zwischen Reme-Gelände und der Kirche aus. Skizze: Stadt

So sieht der Plan für das neue Wohngebiet in Lürrip zwischen Reme-Gelände und der Kirche aus. Skizze: Stadt

Auf dem Reme-Gelände entsteht in den kommenden Jahren ein riesiges, neues Wohngebiet. Aber auch in direkter Nachbarschaft des Areals, das früher vom britischen Militär genutzt wurde, tut sich eine ganze Menge. Zwischen dem Reme-Gelände und dem Zentrum des Stadtteils Lürrip soll ein neues Quartier entstehen mit Wohnungen, neuen Wohnformen für Senioren, Büroflächen, einer Kita, Marktplatz und vielen Grünflächen. Mitten in dem Areal liegen die katholische Kirche St.-Mariä-Empfängnis und das Gemeindehaus. Das geht aus dem Vorentwurf für einen Bebauungsplan hervor, der jetzt den Politikern in der Bezirksvertretung Ost vorgestellt wurde. Das Areal liegt direkt nördlich des Reme-Geländes zwischen Fleener Weg, Lohstraße, Neusser Straße und Compesmühlenweg. Laut Stadtplanern hat die Fläche eine „städtebaulich besondere Bedeutung“.

Kern der Planungen sind Wohnformen für Senioren. Das Altenheim, das die Sozial-Holding vor zwei Jahren verlassen hat und in dem derzeit noch das Curanum Zentrum für Betreuung und Pflege untergebracht ist, wird dafür abgerissen. Außerdem werden alte Fabrikgebäude ebenso weichen wie die von Asylbewerbern bewohnten Container am Fleener Weg. „Der Bebauungsplan ist der erste Schritt für das Gesamtgebiet“, sagte Stadtplaner Klaus Winterberg vom Fachbereich Bebauungsplanung und Stadtgestaltung. Die Bebauung soll einen Block bilden, dessen Innenraum von öffentlichen Grünflächen geprägt sein soll. Vom Fleener Weg zieht sich diagonal ein Fuß- und Radweg bis hin zur Kirche, die die Stadtplaner eine „Infrastrukturachse“ nennen. „Innen entsteht ein ruhiger, abgeschotteter Bereich mit kleinteiliger Bebauung“, sagte Klaus Winterberg.

Das alte Altenheim wird abgerissen

Die Wohnbebauung soll zweigeschossig sein, zum Vergleich: Die Bauten des bisherigen Altenheims sind siebengeschossig. Die Abstimmungen mit dem Fachbereich Jugend zum Bau einer neuen Kita seien ebenfalls weit gediehen. „Wir wollen ein Stadtteilzentrum schaffen und sind froh, dass es jetzt auf den Weg gebracht wird“, sagte Winterberg.

Mit dem Umbau des Areals könnte auch die Sozial-Holding als Träger der städtischen Senioreneinrichtungen zurück nach Lürrip kommen, wie Geschäftsführer Helmut Wallrafen bestätigt. „Wir überlegen derzeit in enger Abstimmung mit dem Fachbereich Altenhilfe, welche modernen Formen der Betreuung wir dort etablieren könnten“, sagte Wallrafen und bekundete Interesse. Möglich seien betreutes Wohnen oder eine Art Demenzdorf, eine Kurzzeitpflege oder ein neues, kleines Pflegeheim, wie Wallrafen skizziert. „Wir sind konzeptionell in einer frühen Phase und noch völlig offen“, sagt er. „Aber klar ist: Lürrip braucht ein neues Angebot für die Betreuung von Senioren, wenn die Gebäude des Altenheims abgerissen werden.“ Platz für 80 bis 100 Senioren – in welchen Wohnformen auch immer – müsste es nach seiner Kalkulation schon sein. „Im Moment sind 22 Prozent der Gladbacher über 65 Jahre alt. In 15 Jahren werden es 28 Prozent sein. Für die brauchen wir Angebote“, sagt Wallrafen.

Das Reme-Areal selbst soll in den kommenden Jahren von Altlasten befreit werden. Derzeit läuft die Auftragsvergabe. Der erste Bereich könnte bereits in eineinhalb Jahren fertig zur Bebauung sein, wie die städtische Konversionsbeauftragte Annette Pfennings sagte. Bis das gesamte Areal frei von Altlasten ist, könnte es aber bis 2021 dauern.

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