Pesch: Der Umbau von Herz Jesu läuft nach Plan.

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Wohneinheiten im Innenraum sind schon erkennbar.

Wohneinheiten im Innenraum sind schon erkennbar.

Knappe

Wohneinheiten im Innenraum sind schon erkennbar.

Mönchengladbach. Es bleibt ein außergewöhnlicher Ort zum Wohnen, auch wenn die Bauarbeiten hier einmal ganz beendet sind. Die Fassade ist fast unverändert, die Kirche Herz Jesu wird auch weiterhin ein charakteristischer Blickfang im Ortsteil Pesch sein. Für die Bauherrn war der Erhalt der Bausubstanz ein Muss: Die 1903 geweihte neugotische Backsteinbasilika ist seit 1994 denkmalgeschützt.

Theoretisch könnte das Gebäude später wieder ein Gotteshaus werden

Im Innenraum des Gotteshauses stehen die Wände und die einzelnen Wohneinheiten sind erkennbar. Doch auch hier wird es nach dem Umbau viele Elemente geben, die den Kirchencharakter des Gebäudes betonen. Das Gewölbe ist sichtbar, die Orgelempore wird nicht abgerissen. Dort, wo der Altarraum war, bleibt der Charakter einer Halle erhalten.

Die Säulenornamente sind verkleidet und das kunstvolle Glas der Kirchenfenster wird eingelagert. Das komplette Innenleben der Wohnkirche besteht fast vollständig aus Holzständerwerk. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die Kirche bei Bedarf wieder ein Gotteshaus werden könnte: "Durch das Haus-in-Haus-Konzept sind alle Einbauten reversibel", sagt Heinz-Peter Dahmen, Mitinhaber von Schleiff Denkmalentwicklung.

Seit Mai 2010 baut das Erkelenzer Unternehmen die seit drei Jahren leerstehende Kirche Herz Jesu um. Für rund vier bis viereinhalb Millionen Euro entsteht ein nach neusten Brandschutzrichtlinien und energetischen Möglichkeiten entwickeltes Wohnhaus. Dazu gehören die Nutzung von Erdwärme, ergänzt durch Gas-Brennwertgeräte und ein modernes Regen- und Grauwassernutzungssystem, "das die Betriebskosten senken soll", so Heinz-Peter Dahmen.

Zurzeit wird die Fußbodeneinheizung eingebaut. Es fehlen unter anderem noch der Glasturm für Aufzug und Treppenhaus, die Laubengänge und Brücken aus Stahl. Nächste Woche kommen die Fenster.

Damit ist der Bauherr im Plan. Im August 2011 sollen die ersten Mieter einziehen können. Auf 1550 Quadratmetern Wohnfläche und drei Ebenen gibt es dann 23 barrierefreie Wohnungseinheiten. Die Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen zwischen 52 und 82 Quadratmetern werden öffentlich gefördert und kosten 4,85 Euro pro Quadratmeter. Auf dem Platz neben der Kirche entsteht außerdem ein Mehrfamilienhaus mit elf Wohnungen.

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