13 Architekten in drei Teams entwickelten Pläne, wie die Innenstadt an der oberen Hindenburgstraße für die Zukunft gestaltet werden könnte.

13 Architekten in drei Teams entwickelten Pläne, wie die Innenstadt an der oberen Hindenburgstraße für die Zukunft gestaltet werden könnte.
Team I orientiert sich an den Gegebenheiten von 1935 (l.), Team II setzt vor allem auf Grün in den Innenhöfen der einzelnen Blöcke, Team III plant kleinteilige Wohnbebauung rund um die Citykirche. Bilder: Stadt Mönchengladbach

Team I orientiert sich an den Gegebenheiten von 1935 (l.), Team II setzt vor allem auf Grün in den Innenhöfen der einzelnen Blöcke, Team III plant kleinteilige Wohnbebauung rund um die Citykirche. Bilder: Stadt Mönchengladbach

Team I orientiert sich an den Gegebenheiten von 1935 (l.), Team II setzt vor allem auf Grün in den Innenhöfen der einzelnen Blöcke, Team III plant kleinteilige Wohnbebauung rund um die Citykirche. Bilder: Stadt Mönchengladbach

Team I orientiert sich an den Gegebenheiten von 1935 (l.), Team II setzt vor allem auf Grün in den Innenhöfen der einzelnen Blöcke, Team III plant kleinteilige Wohnbebauung rund um die Citykirche. Bilder: Stadt Mönchengladbach

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Team I orientiert sich an den Gegebenheiten von 1935 (l.), Team II setzt vor allem auf Grün in den Innenhöfen der einzelnen Blöcke, Team III plant kleinteilige Wohnbebauung rund um die Citykirche. Bilder: Stadt Mönchengladbach

Was haben die Hackeschen Höfe in Berlin mit der oberen Hindenburgstraße zu tun? Eigentlich wenig. Wenn es um Architektur, Besucherfrequenz und Schönheit geht, liegen Welten zwischen den beiden Gebäudearealen. Und trotzdem guckten sich jüngst 13 Architekten aus Mönchengladbach Einiges aus Berlin ab. Die Baufachleute fungierten bei einem Workshop als Stadtplaner und entwickelten Modelle, wie die Gladbacher Oberstadt verändert werden kann. Sie legten Skizzen und Beschreibungen vor – diese ersetzen zwar keinen städtebaulichen Wettbewerb. Aber sie machen deutlich: Es gibt Möglichkeiten, die Hindenburgstraße in Richtung Museum Abteiberg zu öffnen und der Oberstadt mit dem großen Leerstand auf dem oberen Stück der Hindenburgstraße einen veränderten Charakter zu geben.

Der Ausgangspunkt ist klar: Der Stadt gehören über ihre Tochter EWMG an der oberen Hindenburgstraße zwei Häuser. Alle Versuche, mehr Gebäude zu erwerben, um so die eigenen Handlungs- und Gestaltungschancen zu verbessern, sind gescheitert. Es ist kaum damit zu rechnen, dass die Kaufabsichten der Stadttochter kurz- oder mittelfristig erfolgreich sein werden. Und doch hat sich die Situation, vermutlich wegen des Geschäfts-Leerstands, verändert. „Wir sind mit den Hauseigentümern im Gespräch. Alle wissen, dass sie etwas tun müssen, um die Geschäftslokale vermieten zu können“, sagte Planungsdezernent Gregor Bonin in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses. Von Vorteil ist da, dass alle Eigentümer handelnde Personen sind: Hier mischt kein Immobilienfonds mit.

Die 13 Architekten erkannten schnell: Es reicht nicht, die der EWMG gehörenden Häuser einfach abzureißen. Dann würden Häuserschluchten entstehen, die davon abhalten, sie zu durchschreiten. Drei Teams entwickelten Lösungen: Sie lockern den Gebäudekomplex auf, es entstehen Gassen und begrünte Höfe – wie bei den Hackeschen Höfen in Berlin.

Team I

Das wurde gebildet von Stephan Brings, Andre Haack, Georg Weber und Jürgen Spinnen. Sie schlagen vor, drei neue Viertel in diesem Bereich zu bilden – zwei Wohnquartiere und eines für öffentliche Nutzung. Sie wollen eine „reduzierte“, aber dennoch deutliche Erweiterung des Museums Abteiberg. Die Abteistraße wollen sie für den privaten Autoverkehr komplett sperren.

Team II

Die Mannschaft mit Norbert Jakobs, Horst Schmitges, Verena Weichert und Hussam Abdel-Hamid. Sie wollen die Hindenburgstraße durch Kolonnaden verengen, einen neuen Fußweg zwischen Hindenburgstraße und Museum schaffen und dem Museum zu einem neuen Eingang verhelfen. Zwei Wohnquartiere mit grünen Innenhöfen sollen entstehen. Für die Abteistraße schlagen sie eine Sperrung vor, den Edmund-Erlemann-Platz wollen sie mit Bäumen vom Alten Markt räumlich trennen. Originell: Auf dem Gebäude von Sinn-Leffers planen sie ein Hochhauscafé.

Team III

mit Odilo Joeken, Fritz Otten, Annette Bonin, Christoph Spiegelhauer und Markus Sillmans. Zentrale Leitidee ist die Trennung von Einkaufsstadt und Altstadt im Bereich der Stadtmauer. Auch dieses Team will die Hindenburgstraße einengen – vor und östlich von Sinn-Leffers. Ihre Skizze umfasst kleinteilige, variable Baublockstrukturen zwischen Kirche und Krichelstraße. Eine Erweiterung des Museums ist nicht geplant, wohl aber eine kulturelle Eventfläche.

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