Schule: Nach der Brandstiftung und den hinterlassenen Morddrohungen läuft seit Mittwoch wieder der Unterricht. Nur wenige Schüler blieben dem Gymnasium fern.

Schule
Die Polizei zeigt am Gymnasium Präsenz.

Die Polizei zeigt am Gymnasium Präsenz.

Hans-Peter Reichartz

Die Polizei zeigt am Gymnasium Präsenz.

Mönchengladbach/Rheydt. Lediglich zwei der rund 800 Schüler des Hugo-Junkers-Gymnasiums haben sich am Mittwoch offiziell „krank“ gemeldet, weil die Eltern sich große Sorgen machten, teilte Schulleiter Wolfgang Bremges mit. „Insgesamt hatten wir mit ein bis zwei fehlenden Schülern pro Klasse einen normalen Fehlstand.“ Er war erfreut, dass nur wenige aus Angst vor den Morddrohungen, die an den Wänden nach dem Brand hinterlassen wurden, zu Hause blieben.

Im Vorfeld hatten einige Gymnasiasten durchaus Bedenken, wieder zur Schule zu gehen: „Es gibt so kranke Leute, dass man so eine Drohung leider ernst nehmen muss“, urteilte eine Schülerin. Eine andere sagte: „Ich geh’ diese Woche nicht mehr zur Schule, so was tu ich mir nicht an.“

Schüler waren besorgt, aber Gespräche und Infos beruhigten

Die Anwesenheit von uniformierter Polizei und Zivilbeamten trug letztlich zum Sicherheitsgefühl bei. „Viele Schüler nutzten die Gelegenheit und stellten den Polizisten Fragen. Auch der schulpsychologische Dienst wurde in Anspruch genommen“, stellte der Schulleiter erfreut fest. Insgesamt bemerkte Bremges, dass die Schüler zwar am Morgen besorgt zum Unterricht kamen, aber durch Gespräche und Informationen der Lehrer im Laufe des Vormittags beruhigt wurden. „Wir konnten verdeutlichen, dass das tatsächliche Gefärdungs-Risiko sehr gering ist.“

Einige Hinweise auf Täter liegen der Polizei vor

Oberbürgermeister Norbert Bude und der Schuldezernent Gert Fischer machten sich am Morgen vor Ort ein Bild des Geschehens und sprachen mit Schulleitung und Kollegium. „Wir wollen uns durch die Geschehnisse und Drohungen nicht von unserer Linie abbringen und sind auch für die kommenden Tage sehr optimistisch, dass sich die Schüler bei uns sicher fühlen“, so Bremges.

Nachdem die Kripo in der Schule mit Plakaten dazu aufrief, sich an sie zu wenden, sind mittlerweile die ersten Hinweise auch von Seiten der Schüler eingegangen. „Wir prüfen diese Hinweise genau“, sagte Polizeisprecher Jürgen Lützen.

Unterdessen will man am Hugo-Junkers zum Alltag zurückkehren. Donnerstag und Freitag, also an den Tagen, für die die Morddrohungen ausgesprochen wurden, findet normaler Unterricht statt. Wie geplant läuft am donnerstagabend um 19.30 Uhr in der Aula auch die pädagogische Beratung für Eltern, deren Kinder im kommenden Schuljahr in die weiterführende Schule wechseln.