Die Zehntklässler der Gemeinschaftshauptschule Wickrath nehmen an einem Projekt des Ministeriums teil.

Für ihr Seniorenstadtplan-Projekt testeten die Schüler Wickraths Straßen auf ihre Rollstuhl-Tauglichkeit.
Für ihr Seniorenstadtplan-Projekt testeten die Schüler Wickraths Straßen auf ihre Rollstuhl-Tauglichkeit.

Für ihr Seniorenstadtplan-Projekt testeten die Schüler Wickraths Straßen auf ihre Rollstuhl-Tauglichkeit.

Siemes

Für ihr Seniorenstadtplan-Projekt testeten die Schüler Wickraths Straßen auf ihre Rollstuhl-Tauglichkeit.

Mönchengladbach. Wie gut, dass Mitschüler Kevin nur "probeweise" im Rollstuhl sitzt und nicht wirklich gehbehindert ist: Marlon hat den Rollstuhl nicht unter Kontrolle, als er über den viel zu hohen Bordstein holpert. Beinah kippt er um.

Auch das Schlagloch auf der Straße nimmt er mit und die Überquerung der Bahnschienen gestaltet sich schwierig. Mitschülerin Jeanette beobachtet alles aufmerksam und trägt die problematischen Stellen auf einem großen Stadtplan ein.

Eine Stadtteilerkundung zur Projekt-Vorbereitung

Schüler der zehnten Klassen der Gemeinschaftshauptschule Wickrath sind damit beschäftigt, einen Stadtplan für Senioren zu erstellen. Darauf sollen nicht nur für Rollstühle unüberwindliche Hindernisse wie Treppen eingezeichnet sein, auch wichtige Infrastruktur ist zu finden.

Telefonzellen, Bänke, Bushaltestellen oder Ampeln werden mit unterschiedlichen Farben gekennzeichnet. Später wird der Fachbereich Design und Kommunikation der Hochschule Niederrhein die gesammelten Informationen zu einem seniorengerechten Stadtplan von Wickrath verarbeiten.

Stadtteilbegehung der Schüler und die Erstellung des Plans sind Teil eines Projekts, das das Ministerium für Generationen, Frauen, Familie und Integration finanziert. "Im Quartier bleiben" heißt es und soll helfen, herauszufinden, wie Stadtteile umgestaltet werden müssen, damit Menschen auch im Alter in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können.

Neben den Schülern ist auch die Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft (GWSG) Projektpartner. "In Wickrath hat sich ein Runder Tisch gebildet, in dem Probleme von Senioren besprochen werden", erklärt Sigrun Hövermann von der GWSG. Manchmal sind es kleine Dinge, die man ohne großen Aufwand in Gang setzen kann.

"Die Geschäftsleute in der Fußgängerzone haben sich bereit erklärt, tagsüber Bänke und Stühle vor ihre Geschäfte zu stellen, damit die älteren Leute sich ausruhen können", berichtet Sigrun Hövermann.

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