An Gesamtschulen abgewiesene Kinder retten zumindest vier Einrichtungen.

Mönchengladbach. Für das Schuljahr 2010/ 2011 müssen die neun Hauptschulen offenbar keine Veränderungen befürchten. Die nun bekannt gewordenen Meldezahlen deuteten auf "eine Stabilisierung dieser Schulform hin", sagt Schuldezernent Gert Fischer (CDU). Der CDU-Politiker weiß zu gut, dass sich nicht wenige Jungen und Mädchen an den Hauptschulen eintrugen, weil sie an der Gesamtschule keinen Platz bekamen. Etwa 460 erhielten dort die Rote Karte.

Zudem durften die Hauptschulen Eicken, Asternweg und Wickrath keine Neuen mehr annehmen. Der Schulbetrieb wird hier sukzessive eingestellt.

Bislang sind 371 (Vorjahr 384) Kinder angemeldet. Noch rund 40 Kinder sind bisher an keiner weiterführenden Schule registriert.

Zum Ende des regulären Meldeverfahrens waren erst 163 Kinder an den Hauptschulen eingeschrieben. Erst als Eltern die "Ablehnung Gesamtschule" erhalten hatten, stieg die Zahl auf 371 an. So hatte die Hauptschule Heinrich Lersch zu dem Zeitpunkt lediglich sieben Eintragungen, Stadtmitte und Dohr je neun, Frankfurter Straße 11.

Einige der neun Hauptschulen werden ihre Zügigkeit verringern müssen, weil sie weniger Klassen bilden können; als Minimum gelten 24 Kinder pro Klasse. Für das Schuljahr 2011/ 2012 wird mit dem Aus weiterer Hauptschulen gerechnet.

Aachener Straße: 45 (Vorjahr: 25), Heinrich-Lersch: 35 (34), Neuwerk: 53 (35), Rheindahlen: 38 (38), Stadtmitte: 51 (55), Dohler Straße: 39 (22), Dohr: 25 (26), Frankfurter Straße: 26 (45), Kirschhecke: 59 (51).

Die Linke kritisiert Fischer. Er verkenne die Situation an den Hauptschulen und rede sie schön.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer