„Pro Lesen“ soll Schüler fördern, die ohne Kontakt zu Büchern und zum Lesen aufwachsen.

Sie wollen bei den Schülern die Leselust fördern (v.l.): Sarah Otto, Stephanie Hell (Hauptschule Kirschhecke) und Guido Weyer (Leiter Bücherei).
Sie wollen bei den Schülern die Leselust fördern (v.l.): Sarah Otto, Stephanie Hell (Hauptschule Kirschhecke) und Guido Weyer (Leiter Bücherei).

Sie wollen bei den Schülern die Leselust fördern (v.l.): Sarah Otto, Stephanie Hell (Hauptschule Kirschhecke) und Guido Weyer (Leiter Bücherei).

Siemes

Sie wollen bei den Schülern die Leselust fördern (v.l.): Sarah Otto, Stephanie Hell (Hauptschule Kirschhecke) und Guido Weyer (Leiter Bücherei).

Mönchengladbach. Die Gemeinschaftshauptschule Kirschhecke wird einer von zwölf Lesestandorten in NRW. Im Rahmen des von der Uni Münster geleiteten und vom Medienzentrum NRW koordinierten Projekts "Pro Lesen" ist die Hauptschule ausgewählt worden, bei ihren Schülern die Lust am Lesen auf besondere Weise zu fördern.

Bestandteil des Projektes ist eine Kooperation der Hauptschule Kirschhecke mit der Stadtbibliothek Mönchengladbach. Geplant ist, mit einzelnen Jahrgangstufen die Bibliothek zu besuchen, um "die Schüler an das Lesen heranzuführen", sagt Stefanie Hell, Leiterin des Projekts Leseförderung an der Hauptschule.

Viele ihrer Schüler seien ohne Kontakt zu Büchern und zum Lesen aufgewachsen: "Aus diesem Grund hat auch die Fähigkeit, Texte zu verstehen, nachgelassen". Dies sei ein Mangel, der sich in allen Schulfächern bemerkbar mache, so die Pädagogin. "Es ist falsch, sich nur um die zu kümmern, die sowieso lesen", begrüßt auch Guido Weyer, Leiter des Fachbereichs Bibliothek und Archiv, die Zusammenarbeit mit der Hauptschule.

Weyer lädt nicht nur die Schüler, sondern auch die 35 Lehrer der Hauptschule Kirschhecke ein, die Bibliothek kennen zu lernen und Hemmschwellen abzubauen.

Mit unterschiedlichen Angeboten, wie Recherchehilfen für Schüler, die an einem bestimmten Thema arbeiteten, Lehrmitteln für Lehrer oder einen Seminarraum zum Unterrichten, verstehe sich die Stadtbibliothek als "Dienstleister für die Schulen in Sachen Leseförderung", sagt Guido Weyer. Das Projekt "Pro Lesen" dauert bis zum Frühjahr 2010. In einem Kooperationsvertrag arbeiten Schule und Stadtbibliothek zunächst die genauen Ziele und Inhalte ihre Zusammenarbeit aus.

Abschließend wird der Erfolg des Leseförderprojekts überprüft. "Wir haben eine Pilotfunktion für andere Schulen", sagt Stefanie Hell. Die Ergebnisse des Projekts sollen auf einer Internetplattform bundesweit allen Schulen zur Verfügung gestellt werden.

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