Leistungen: Stadt zahlt 84 Millionen Euro.

Mönchengladbach. 2008 waren es noch rund 82 Millionen, 2009 bereits knapp 84,5 Millionen Euro. Und für 2010 rechnet man mit fast 88 Millionen Euro, die die Stadt für Unterbringung und Heizung der auf Hartz IV angewiesenen Menschen in Mönchengladbach aufbringen muss.

Stadt will mit Energieausweisen Einfluss auf Heizkosten nehmen

Das geht aus einem Bericht hervor, der dem Sozialausschuss vorgelegt wurde. Die Steigerung von fast 2,3 Millionen Euro, zu der es von 2008 auf 2009 kam, ist in erster Linie auf die erhöhten Energiekosten zurückzuführen.

Die Zahl der so genannten Bedarfsgemeinschaften blieb dagegen fast konstant bei etwa 18200. Für 2010 geht die Gladbacher Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigung (Arge), die die Betroffenen betreut, wegen der Wirtschaftskrise von steigenden Zahlen aus. Sie rechnet mit durchschnittlich 19000 Bedarfsgemeinschaften.

Die Stadt geht dementsprechend von Ausgaben in Höhe von 87,9 Millionen Euro für Unterkunft und Heizung aus. Gleichzeitig will die Stadt versuchen, Einfluss auf die Energiekosten zu nehmen. 2009 wurde damit begonnen, sich von den Betroffenen bei Neuanmietung von Wohnungen einen Energieausweis des Vermieters vorlegen zu lassen. Dabei erwies sich die Lage als unproblematisch: Nur bei fünf von 321 vorgelegten Ausweisen wurde ein Energiebedarf von mehr als 350 Kilowattstunden pro Quadratmeter angegeben.

In diesem Jahr sollen Konsequenzen gezogen und die Anmietung solcher Wohnungen abgelehnt werden. "Das Vermeiden unangemessen hoher Energiekosten liegt im Interesse aller", sagt Sozialdezernent Michael Schmitz.

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