Bei einem Unfall in Wanlo wurde der Flieger beschädigt.

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Ein Segelflug-Schüler setzte mit dem Flieger hart auf.

Ein Segelflug-Schüler setzte mit dem Flieger hart auf.

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Ein Segelflug-Schüler setzte mit dem Flieger hart auf.

Mönchengladbach. Für bundesweite Eilmeldungen über einen angeblichen Absturz hat der Unfall eines 15-jährigen Flugschülers am Mittwoch auf dem Segelflugplatz in Wanlo geführt. „Das war kein Absturz“, reagierte Arend Dechow, Segelflieger und Pressesprecher des Segelflugvereins Mönchengladbach, Rheydt und Umgebung, auf die Berichte.

Bei einer Übung sackte das Flugzeug zu Boden

Gegen 17 Uhr waren der 15-jährige Schwalmtaler und sein Fluglehrer (51) zu einer Übung gestartet. Hochgezogen an der Winde sollte mit dem Segelflieger der Riss des Windenseils beim Start simuliert werden.

Dafür ließen sich der Fluglehrer aus Gladbach und sein Schüler – beide Mitglieder des Wanloer Vereins – auf eine Höhe von unter 80 Metern ziehen. Dann wurde der Seilriss mit dem Ausklinken dieser Leine fingiert. So wird laut Dechow regelmäßig trainiert und getestet, ob Flugschüler richtig reagieren.

Doch der Segler sackte zu Boden und schlug dort hart auf. „Der Lehrer hätte eine Sekunde früher reagieren müssen. Aber es ist alles gut ausgegangen“, sagt Arend Dechow. Dem Polizeibericht, der davon sprach, der Jugendliche habe sich am Rücken geprellt und sei stationär in einem Krankenhaus aufgenommen worden, widerspricht Dechow. Zunächst habe der Teenager keine Schmerzen gehabt, eine Stunde nach dem Unfall wegen Rückenweh geklagt. Zur Sicherheit sei er ins Krankenhaus gebracht worden. „Aber da war nichts.“

Den von der Polizei geschätzten Schaden am Flugzeug in Höhe von 10 000 Euro hält Dechow für zu hoch angesetzt. Der Schaden sei noch nicht zu beziffern.

Das Luftfahrtbundesamt wurde, wie auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, informiert. Es ließ das Flugzeug beschlagnahmen und ermittelt. „Das ist allerdings nicht außergewöhnlich, sondern muss aus Versicherungsgründen passieren, wenn mehr als nur ein Kratzer am Flugzeug ist“, sagt Dechow. ok

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