Verkehr: Abgeordnete besucht Bürger.

wza_1500x1123_697222.jpeg
Thomas Glasmacher (l.) und Frank Sentis mit Bettina Herlitzius.

Thomas Glasmacher (l.) und Frank Sentis mit Bettina Herlitzius.

Thomas Glasmacher (l.) und Frank Sentis mit Bettina Herlitzius.

Mönchengladbach. In ihrem Kampf für eine Tempo-30-Zone und gegen 20000 Fahrzeuge täglich auf ihrer Straße hat die Interessengemeinschaft (IG) Schürenweg gestern Unterstützung von der Grünen Bundestagsabgeordneten Bettina Herlitzius bekommen. Sie ist Sprecherin für Stadtentwicklung und Obfrau im Ausschuss für Verkehr - also beschlagen auf diesem Gebiet.

Schürenweg ist eine kommunale Straße - alles wäre möglich

Das erste, was sie feststellte, freute die Mitglieder der Interessengemeinschaft, die sich gemeinsam mit Mönchengladbacher Vertretern der Grünen im einem Garten am Schürenweg versammelt hatten. "Der Schürenweg ist keine Bundes-, Landes- oder Kreisstraße, sondern eine kommunale Straße", sagte die Bundestagsabgeordnete. "Die Stadt kann damit tun, was sie will. Sie kann eine Tempo-30-Zone oder rechts vor links einführen, sie könnte sie sogar sperren." Dass das ohne Weiteres gehe, habe die Stadt nie durchblicken lassen, sagen die Vertreter der IG.

Soweit will die IG nicht gehen: Eine Tempo-30-Zone als Pilotprojekt, wie in der Bezirksvertretung Nord auf CDU-Antrag beschlossen, würde ihr für den Anfang erst mal reichen. Aber das zuständige Ordnungsamt stelle sich stur, sagen die IG-Mitglieder. "Wir laufen bei der Verwaltung gegen Mauern. Es werden immer neue, fadenscheinige Ausreden gefunden, um nicht handeln zu müssen", klagt Frank Sentis, Sprecher der Interessengemeinschaft. "Man befürchtet, am Schürenweg einen Präzedenzfall zu schaffen, auf den sich Anwohner anderer vielbefahrener Straßen berufen können."

Die IG will nicht aufgeben. Das Thema soll auf die Tagesordnung des Bauausschusses. Doch gibt es ein Problem: Die FDP, mit Grünen und SPD in einer Ampel verbunden, stellt sich quer. "Wir haben aber schon Projekte durchgesetzt, als wir noch keine Mehrheit im Rat hatten", gibt sich Grünen-Politikerin Monika Halverscheid optimistisch. "Wir müssen jetzt eben auch Überzeugungsarbeit leisten."

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer