Mönchengladbach-Rheindahlen.  Er spricht fast kein Deutsch, aber derbe Sprüche kann er problemlos deutsch sagen.

Der junge Mann, der in den vergangenen Tagen mindestens zehn Jugendliche und Frauen in Rheindahlen sexuell belästigt haben soll (die WZ berichtete), ist jetzt festgenommen worden.

Beamte des Jugend-Kommissariates staunten, als sie erfuhren, dass der schlanke Jugendliche mit dem dunklen Teint erst zwölf Jahre als ist. Er sieht viel älter aus.

Das älteste Opfer war 18 Jahre alt

Zuletzt waren drei Teenagerinnen (14, 15 und 16) von dem Syrer, der mit der Familie an der Hardter Straße lebt, mit sexuellen Angeboten beleidigt und unsittlich berührt worden.

Eine 15-jährige Radlerin hatte auf dem Weg zum Einkaufen auf der Geusenstraße bemerkt, dass sie von einem Radfahrer verfolgt wurde.

Er beleidigte sie mit eindeutigen Angeboten, versuchte, die Jugendliche festzuhalten, und fasste ihr an Brust und Po. Das Opfer wehrte sich heftig, konnte sich so von dem Grapscher lösen und mit dem Rad flüchten.

Kurz zuvor hatte eine 16-Jährige ein ähnliches Erlebnis. Auch sie war mit ihrem Rad in Rheindahlen unterwegs. Auf dem Gerkerather Weg bemerkte sie einen Mann, der ihr mit seinem Rad hinterherfuhr.

Er holte sie ein, packte sie am Arm und machte ihr in gebrochenem Deutsch unanständige Angebote. Der Zwölfjährige betastete sie an Brust und Po und ließ erst von ihr ab, als sie mit dem Handy um Hilfe rief.

Erschreckendes erlebte eine 14-Jährige an der Andreas-Bornes-Straße. Sie befand sich mit dem Hund in Bahnnähe, als der dunkelhäutige Täter über sie herfiel.

Stadt-Jugendamt wurde eingeschaltet

Nach den Medienberichten meldeten sich mehrere Opfer bei der Polizei. In allen Fällen gab es die gleiche Täterbeschreibung. Die Festnahme des strafunmündigen 12-Jährigen sei daher nur noch Routine gewesen, sagt ein Polizeisprecher.

Der Beschuldigte, der laut Ermittler keine Schule besucht und sich seit Juni in Gladbach aufhält, sei den "Erziehungsberechtigten übergeben worden". Diese seien von den Beamten ermahnt worden.

Nach WZ-Informationen ist das Stadt-Jugendamt eingeschaltet worden. Das soll sich um den Jungen mit der eindeutigen Neigung kümmern.

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