Die größte Pelletheizanlage am linken Niederrhein steht in Mönchengladbach.

wza_1500x1250_584164.jpeg
Techniker Reiner von der Weydt (l.) und Holzleitner-Geschäftsführer Dirk Bönnen an der Holzpellet-Anlage.

Techniker Reiner von der Weydt (l.) und Holzleitner-Geschäftsführer Dirk Bönnen an der Holzpellet-Anlage.

Siemes

Techniker Reiner von der Weydt (l.) und Holzleitner-Geschäftsführer Dirk Bönnen an der Holzpellet-Anlage.

Mönchengladbach. Gleich drei Vorteile hat sich das Mönchengladbacher Elektro-Unternehmen Holzleitner ausgerechnet, als es sich dafür entschied, die alte Ölheizung in seiner Zentrale durch eine moderne Pelletheizanlage zu ersetzen. Es senkt die Kosten, macht weitgehend von Energielieferanten unabhängig und spart 111 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.

Energieverbrauch: Holtzleitner rechnet mit minus 40 Prozent

Es ist eine eindrucksvolle Anlage, die da in Wickrath entstanden ist: Ein gewaltiger Heizkessel wird per Förderband mit Holzpellets versorgt, von denen 60 Tonnen in einem Bunker im Nebenraum lagern. In einem kleineren Ofen kann zusätzlich aus Holz bestehendes Verpackungsmaterial verbrannt werden, das im Lager der Firma regelmäßig anfällt. 350 Kilowatt liefert die Anlage, sie ist damit die größte ihrer Art am linken Niederrhein.

Weil die aus Sägeabfällen bestehenden Pellets verwendet werden, arbeitet sie weitgehend kohlendioxid-neutral. Da sie bei weitem effizienter arbeitet als die alte Heizanlage, rechnet man zudem mit einem um etwa 40 Prozent niedrigeren Energieverbrauch.

420.000 Euro hat die Sanierung der gesamten Heizanlage verschlungen. Aber für Geschäftsführerin Renate Holzleitner ist das Geld gut angelegt. "Die Ölheizung stammte noch aus den 60er Jahren, wir haben sie beim Kauf des Gebäudes übernommen", sagt sie. "Doch jetzt mussten wir etwas tun. Nach Prüfung aller Alternativen haben wir uns für die Pelletheizung entschieden." Sie sei kostengünstig und umweltfreundlich.

Die jetzt eingelagerten 60 Tonnen Pellets entsprechen 30.000 Litern Heizöl, kosten aber nur die Hälfte. "Wir wollten uns auf Dauer unabhängig von den Schwankungen des Ölpreises machen", begründet die Geschäftsführerin des Familienunternehmens ihre Entscheidung. Weil die neue Anlage über eine "intelligente" Steuerung verfügt, hofft man noch auf weitere Einsparungen durch eine bessere, bedarfsorientiertere Einstellung.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer