Eine Großbaustelle erschwert den Zugang zu den Läden.

Arbeiten
Apothekerin Andrea Prochaska hofft, dass die Kunden nach ihren Hinweisen wieder zahlreicher kommen.

Apothekerin Andrea Prochaska hofft, dass die Kunden nach ihren Hinweisen wieder zahlreicher kommen.

Detlef Ilgner

Apothekerin Andrea Prochaska hofft, dass die Kunden nach ihren Hinweisen wieder zahlreicher kommen.

Als Selbstständige müsse man eben auch selbstständig aktiv werden, sagt Andrea Prochaska. Die Inhaberin der Sonnen-Apotheke an der Roermonder Straße wollte nicht länger hinnehmen, dass wegen der Großbaustelle der NEW vor ihrer Tür die Kunden ausbleiben. Deshalb hat sie nun an der Kreuzung Metzenweg/Roermonder Straße ein Schild aufgestellt. „Zufahrt zur Sonnenapotheke frei“, steht darauf.

Kunden weichen auf Alternativen aus

„Das Problem ist, dass viele Leute glauben, sie könnten vom Metzenweg aus kommend nicht mehr rechts in die Roermonder Straße einbiegen“, berichtet Prochaska. Tatsächlich stehen dort Baken, die diesen Eindruck vermitteln. Die Nachricht, die Bushaltestelle „Nicodemstraße“ sei aufgehoben, habe viele Leute zusätzlich abgeschreckt. Dabei ist nur die Haltestelle stadtauswärts weggefallen, die Haltestelle auf der anderen Seite wird ganz normal angefahren.

Gerade ältere Kunden möchten am liebsten direkt vor der Tür parken oder aus dem Bus aussteigen – und entscheiden sich im Zweifelsfall lieber für eine andere Apotheke. Prochaska bemerkt die Umsatzeinbußen schon jetzt, in den Sommerferien könnte es noch schlimmer werden. Dann wird der Kreuzungsbereich an der Berger Straße voll gesperrt. Doch die Not macht auch erfinderisch. Auf Prochaskas Internetseite weist sie ihre Kunden mit einem Gedicht auf die veränderte Parkplatzsituation hin. „Die Kunden können auf der Rückseite der Apotheke auf der unteren Straße parken“, erklärt Prochaska.

Auf der anderen Seite der Kreuzung wird gerade ebenfalls gearbeitet, die Metzgerei Casteel verschwindet fast in einer Wolke aus Staub. „Noch kommen wir gut zurecht“, berichtet Inhaberin Kerstin Casteel. Die Einnahmen seien konstant geblieben. Sie hat ebenfalls ein Schild aufgestellt, das darauf verweist, dass die Zufahrt zu ihrem Geschäft frei ist. Die Parkplätze, die weggefallen sind, werden durch eine Parkmöglichkeit auf dem Hinterhof ersetzt, auf dem die Kunden auch durch ein Tor bedient werden. „Außerdem gibt es ja noch unseren Lieferservice“, sagt Casteel.

Die NEW hatte Anwohner und Geschäftsleute vor Beginn der Baumaßnahme über die Bauabschnitte informiert. „Unser Bauleiter steht auch in Kontakt mit Frau Prochaska“, sagte NEW-Sprecherin Christina Achtnich.

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