Pädagogen informieren über Kisten, Logbücher und andere Besonderheiten.

Bildung
Die stellvertretende Schulleiterin Raphaela Hahn (l.) informiert die Eltern René Frankemölle und Gaby Dahlmanns.

Die stellvertretende Schulleiterin Raphaela Hahn (l.) informiert die Eltern René Frankemölle und Gaby Dahlmanns.

Jörg Knappe

Die stellvertretende Schulleiterin Raphaela Hahn (l.) informiert die Eltern René Frankemölle und Gaby Dahlmanns.

Mönchengladbach. René Frankemölle und Gaby Dahlmanns sind gespannt. Sie überlegen, Tochter Anastasia (11) an der Gesamtschule Stadtmitte anzumelden. Nachdem sie schon vom „Tag der offenen Tür“ begeistert waren, möchten sie sich gemeinsam mit anderen Eltern beim Infoabend im Schulgebäude über das Anmeldeprozedere informieren.

Das Konzept lautet: Kein frontaler Unterricht mehr

Der stellvertretenden Schulleiterin Raphaela Hahn, Petra Daniels, Mitglied der Schulleitung, und der Lehrerin Gabriele Vitz ist es daran gelegen, die Eltern über dass „individuelle Lernen“ zu informieren. Das heißt: weg vom frontalen Unterricht. Vitz erläutert die Unterrichtsmethoden: An der Schule gibt es unter anderem Lernkisten und Logbücher.

Die Schüler können sich bei den Lernkisten vorher entscheiden, ob sie lieber Mathe, Deutsch oder Englisch in Freiarbeit lernen möchten. Im „Logbuch“ tragen die Kinder ihre Termine ein, aber auch, wie sie beispielsweise ihre Arbeitshaltung einstufen.

Mehrere Eltern fragen interessiert nach dem Thema „Sportschule“. Das Land entscheidet noch, ob die Schule eine solche wird. Motorisch begabte Kinder würden mit Unterstützung von Vereinen und Verbänden gefördert. „Das wäre super für mein Kind“, sagt eine Mutter begeistert.

„Mir fehlt das Wort Inklusion“, bemerkt ein Mann. „Das ist für uns selbstverständlich“, entgegnet Raphaela Hahn. 17 der 350 Kinder haben Förderbedarf und sind in den Klassen integriert.

Die Gesamtschule Stadtmitte an der Aachener Straße ist eine Schule im Aufbau. Im September 2011 wurde der Unterrichtsbetrieb mit 120 Schülern aufgenommen. Jedes Jahr kommt ein Jahrgang hinzu. Noch steht nicht fest, wo Mittel- und Oberstufenräume sein werden. Die Politik hat nach langen Diskussionen zugesagt, Ende Januar oder Anfang Februar zu einer Entscheidung zu kommen.

Im Stadtgebiet gibt es fünf weitere Gesamtschulen.

Frankemölle und Dahlmanns finden den Abend sehr informativ. Sie möchten Anastasia in der Schule anmelden. Dahlmanns gefällt besonders das individuelle Lernen. Frankemölle findet es gut, dass es zwei Klassenlehrer pro Klasse gibt. Anmelden kann man sich ab Freitag, 7. Februar.

Das Besondere: Jedes Kind, egal ob es aufgenommen wird oder nicht, bekommt ein Vorgespräch mit der Schulleitung. Hahn: „Wir wollen herausfinden: Was hat das Kind für Stärken und Schwächen?“ Das Kind kann auch selbst Fragen stellen. Termine für die Gespräche gibt es unter Telefon MG 83 90 00. Aufgenommen werden 120 Schüler. Im vergangenen Jahr mussten 25 Prozent der angemeldeten Kinder abgelehnt werden.

www.ge-stadtmitte.de

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