Neue Fälle von ausgespähten Geldautomaten beschäftigen die Polizei. Beim Skimming werden Bank- oder Kreditkarten ausgespäht, das heißt: Magnetstreifen kopiert und das Eingeben der Pin-Nummern zum Beispiel mit Kameras gefilmt oder mit über die Originale montierten Tastenfeldern gespeichert.

Skimming wird das Ausspähen von Pin-Nummern und das Kopieren von Daten auf den Magnetstreifen der dazugehörigen Karten genannt.
Skimming wird das Ausspähen von Pin-Nummern und das Kopieren von Daten auf den Magnetstreifen der dazugehörigen Karten genannt.

Skimming wird das Ausspähen von Pin-Nummern und das Kopieren von Daten auf den Magnetstreifen der dazugehörigen Karten genannt.

dpa

Skimming wird das Ausspähen von Pin-Nummern und das Kopieren von Daten auf den Magnetstreifen der dazugehörigen Karten genannt.

Mönchengladbach. Geldautomaten der Deutschen Bank in der Krahnendonk in Mönchengladbach und in Willich-Schiefbahn sind in der vergangenen Woche ausgespäht worden. Weitere 23 Verdachtsfälle des so genannten Skimmings, die seit Februar bekannt wurden, bearbeitet die Gladbacher Polizei derzeit.

Beim Skimming werden Bank- oder Kreditkarten ausgespäht, das heißt: Magnetstreifen kopiert und das Eingeben der Pin-Nummern zum Beispiel mit Kameras gefilmt oder mit über die Originale montierten Tastenfeldern gespeichert.

"Besonders gerne werden nach den Statistiken Automaten der Deutschen Bank, Postbank und Dresdner Bank manipuliert und ausgespäht", sagt Polizeipressesprecher Jürgen Lützen. Längst nicht alle Skimmingfälle werden jedoch von Geldinstituten angezeigt. Die Polizei sieht da noch Handlungsbedarf bei den Banken.

Aber auch bei den Kunden können die Ermittler nur auf eine steigende Aufmerksamkeit hoffen. "Es gibt Überwachungsvideos, da kann man sehen, wie jemand offenbar einen Verdacht hegt, das etwas mit einem Automaten nicht in Ordnung ist. Und dann geht er zu einem anderen Automaten, zieht Geld und geht", berichtet Lützen. Er appelliert an alle, die etwas Verdächtiges beobachten, das sofort der Polizei zu melden.

Außerdem sei mehr Vorsicht geboten. "Wenn man Geld zieht, ist das nicht die Zeit, in der man zum Beispiel, mit Hilfe des Spiegelbilds im Fenster seine Frisur richten sollte", so Lützen.

Die Täter verstecken Kameras hinter Blenden, setzen hauchdünne Tastaturen oder Eingabeschlitze auf die Automaten oder Türöffner. Sie schlagen gerne an Wochenenden und vor Feiertagen zu, um nicht gestört zu werden. Sie bevorzugen außen an Banken angebrachte Automaten, solche in SB-Stellen und kleine Kabinen mit Auszugsdrucker und Geldautomat, die oft keine Kameras haben. Die erschlichenen Daten werden auf Rohlinge übertragen und in Großbritannien, den Niederlanden, Italien oder Kenia damit Geld gezogen.

Aufmerksamkeit und Vorsicht seien das A und O. Grundsätzlich gelte, dass nach Möglichkeit die Automaten der Hausbank benutzt werden. "Weil man dann eher die Chance hat, Veränderungen zu bemerken." Es gilt: den Automaten genau ansehen, die Hand bei der Eingabe der Pin über die Tastatur halten.

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