Es wird rechtliche Konsequenzen geben. Der Klub entschuldigte sich für den Vorfall in der Jahnhalle.

Das wird Folgen haben: Der Betreuer des FC Maroc zeigte nach einer Schiedsrichter-Entscheidung, die ihm nicht passte, den Hitlergruß.
Das wird Folgen haben: Der Betreuer des FC Maroc zeigte nach einer Schiedsrichter-Entscheidung, die ihm nicht passte, den Hitlergruß.

Das wird Folgen haben: Der Betreuer des FC Maroc zeigte nach einer Schiedsrichter-Entscheidung, die ihm nicht passte, den Hitlergruß.

Theo Titz

Das wird Folgen haben: Der Betreuer des FC Maroc zeigte nach einer Schiedsrichter-Entscheidung, die ihm nicht passte, den Hitlergruß.

Die Verantwortlichen des Fußball-B-Ligisten FC Maroc bedauern die Vorfälle bei der Zwischenrunde der Hallenstadtmeisterschaften am Donnerstag in der Jahnhalle. Ein Betreuer des Teams hatte nach einer Schiedsrichterentscheidung, durch die er sein Team benachteiligt wähnte, zweimal den Hitlergruß simuliert. Dem Mann, dessen Namen weiterhin nicht öffentlich bekannt ist, droht eine Strafanzeige, weil laut Polizei „die Verwendung von Kennzeichen ordnungswidriger Organe strafbar ist“. Bis gestern Nachmittag war die Anzeige aber noch nicht bei der Polizei eingegangen.

„Ich kann nur mein Bedauern aussprechen und mich beim Ausrichter entschuldigen.“

Ahmed Belkarim, Maroc-Trainer

Gegen den Verein könnte die Spruchkammer des Fußballkreises Mönchengladbach/Viersen selbst dann verhandeln, wenn der Mann nicht mehr dem Verein angehört. „Die Klubs haften grundsätzlich für die Handlungen ihrer Mitglieder und Zuschauer“, sagt der Spruchkammer-Vorsitzende Rainer Hilgers. „Allerdings ist Maroc ein Verein, der eigentlich nicht besonders auffällig ist“, sagt Hilgers. Er wartet nun den Bericht des Staffelleiters Tim Stettner ab, der für das Turnier zuständig ist. Den Mann selbst kann die Spruchkammer nur belangen, solange er Vereinsmitglied ist. „Sollte er das nicht mehr sein, können wir nichts machen. Sobald er aber wieder Mitglied in einem Fußballverein im DFB wird, kann das Verfahren gegen ihn eröffnet werden“, sagt Hilgers.

Maroc-Trainer Ahmed Belkarim, der sich zum Zeitpunkt des Geschehens auf dem Rückweg aus dem Urlaub befand, war fassungslos. „Ich kann nur mein Bedauern aussprechen und mich beim Ausrichter entschuldigen, da spreche ich auch für meine Vereinskollegen. Ich werde mir die Bewegtbilder von Fupa.tv nochmals anschauen und mich mit den anderen Verantwortlichen diesbezüglich austauschen. Auf jeden Fall werde ich dafür Sorge tragen, dass diese Person nicht mehr zum Verein gehören wird.“

Mohamed Belkarim, der derzeit die Geschäfte des Vereins leitet, schließt sich den Aussagen seines Bruders an. „Die ganze Sache wirft ein schlechtes Licht auf uns. Wir wollen immer fair auftreten, was manches Mal auf dem Spielfeld umzusetzen verständlicherweise nicht leicht ist“, sagt der Vorsitzende.

Schon am Donnerstagabend hatte sich Maroc offiziell bei Axel Tillmanns, Geschäftsführer und Integrationsbeauftragter des ausrichtenden Stadtsportbundes, entschuldigt. „Auch die Maroc-Spieler haben sich nach ihrem letzten Spiel mit versöhnlichen Gesten aus der Jahnhalle verabschiedet. Das zeigt mir, dass sie verstanden haben, dass es nicht in Ordnung ist, was passiert ist. Zum Glück hat Schiedsrichter Johannes Becker sehr besonnen reagiert, sonst wäre die Situation vielleicht noch mehr eskaliert“, sagt Tillmanns. Beim Stadtsportbund gibt es keine Überlegungen, den FC Maroc von der nächsten Stadtmeisterschaft auszuschließen.

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