Sie hat wieder gut verdient, und die Stadt hält die Hand auf.

„S“ wie super – so war anscheinend das Jahr 2010.
„S“ wie super – so war anscheinend das Jahr 2010.

„S“ wie super – so war anscheinend das Jahr 2010.

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„S“ wie super – so war anscheinend das Jahr 2010.

Mönchengladbach. Die Stadtsparkasse hat im vergangenen Jahr einen höheren Gewinn erzielt als 2009. Prompt wachsen bei der Stadt, die formal Gewährsträger des Geld-Instituts ist, die Begehrlichkeiten. Seit Tagen heißt es in der Ampel-Koalition, dass die Sparkasse für 2010 „rund fünf Millionen Euro“ aus dem Überschuss an Stadtkämmerer Bernd Kuckels (FDP) überweisen sollte, ja müsse.

Offiziell und öffentlich wollen sich Beteiligte zu dem Thema derzeit nicht äußern, auch deshalb nicht, weil „die genauen Bilanzzahlen“ noch nicht vorlägen. Mit einer Entscheidung über die tatsächliche Ausschüttung wird am 22. Februar gerechnet. Dann tagt der alles entscheidende Verwaltungsrat der Sparkasse. Vorsitzender dieses Gremiums ist der FDP-Politiker Anno Jansen-Winkeln. Ratsleute anderer Parteien sind hier ebenfalls vertreten.

Höchste Quote für die verschuldete Stadt

4,2 Millionen Euro und damit 30 Prozent vom Netto-Gewinn hatte Sparkassen-Chef Horst Wateler für das Jahr 2009 an Kuckels überweisen lassen. Das war damals die höchste Quote in der Geschichte der Sparkasse, 2008 lag sie bei 25 Prozent. 35 Prozent soll sie für das zurückliegende Jahr betragen. Womit wir bei den genannten fünf Gewinn-Millionen für die verschuldete Stadt wären.

Auch Mitarbeiter sollen profitieren

Wie verlautet, hat die Sparkasse mit mehr als 900 Beschäftigten vor allem beim Zinsüberschuss kräftig zugelegt. Das Betriebsergebnis (quasi der Rohertrag, z.B. vor Steuern) erhöhte sich von 1,31 auf 1,41 Prozent. Das sei, sagen Insider, sogar bundesweit ein Spitzenwert. Die durchschnittliche Bilanzsumme der Sparkasse erhöhte sich auf rund 4,25 Milliarden Euro (plus 1,9 Prozent zu 2009).

Wie kaum eine andere verfügt die Sparkasse Gladbach über hohe Rücklagen, die aus den 2010er Erlösen noch weiter angereichert werden.

Vom Boomjahr 2010 sollen auch die Mitarbeiter profitieren, heißt es.

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