Lesung: Humorvoll geht es in „Muttertier @n Rabenmutter“ um zwei Frauen in Mönchengladbach.

Die Autorinnen Sonja Liebsch (v.l.) und Nives Mestrovic lesen in der Mayerschen Buchhandlung.
Die Autorinnen Sonja Liebsch (v.l.) und Nives Mestrovic lesen in der Mayerschen Buchhandlung.

Die Autorinnen Sonja Liebsch (v.l.) und Nives Mestrovic lesen in der Mayerschen Buchhandlung.

Jörg Knappe

Die Autorinnen Sonja Liebsch (v.l.) und Nives Mestrovic lesen in der Mayerschen Buchhandlung.

Mönchengladbach. Das im Buch beschriebene Online-Portal mit der Jobbörse für Mütter gibt es wirklich. Nives Mestrovic unterhält sie, eine der beiden Autorinnen von „Muttertier @n Rabenmutter“. Den Roman über die beiden besten Freundinnen hat sie zusammen mit Sonja Liebsch geschrieben, die sie – wie die Heldinnen aus dem Roman – seit ihrer Schulzeit kennt. Daraus lasen die beiden Gladbacherinnen am Samstagnachmittag in der Mayerschen Buchhandlung an der Hindenburgstraße.

Wie die Romanfiguren kennen sich die Autorinnen seit der Schule

„Wir waren in der Grundschule Regentenstraße zusammen“, erzählt Mestrovic, „und später am Gymnasium in der Marienschule.“ Und wie im Roman Maxi für das Online-Portal von Hanna Kolumnen schreibt, hat Liebsch das auch für das von Mestrovic getan. „Da ist der Gmeiner Verlag auf sie aufmerksam geworden und hat ihr vorgeschlagen, einen Roman zu schreiben“, erzählt Mestrovic über das Projekt. Weil Sonja Liebsch das nicht allein machen wollte, kam sie mit ins Boot. „Es sollte um beste Freundinnen gehen und um berufstätige Mütter.“

Alle Frauen sollen sich im Roman wiederfinden können

Das waren Hanna und Maxi zu Schulzeiten auch, bis zu einem Eklat bei Maxis Hochzeit. Zehn Jahre später nehmen sie per E-Mail wieder Kontakt auf und beginnen einen regen Austausch. Maxis Probleme, die in geordneten Verhältnissen mit Mann und zwei Söhnen lebt, unterscheiden sich gar nicht so wesentlich von denen Hannas, die nach dem Tod des Lebensgefährten und Vaters ihrer Tochter wieder berufstätig sein möchte.

Deutlich und humorvoll schildern sie nicht nur ihre Erlebnisse bei der Jobsuche und Personen, die sie unterstützen oder den Druck erhöhen. Sie schildern auch Mönchengladbach. „Das ist das Konzept des Verlages, dass es einen regionalen Bezug für die Geschichten gibt“, sagt Mestrovic, die betont, dass die Geschichte ansonsten nicht autobiografisch ist. „Wir haben es so gestaltet, dass sich alle Frauen wiederfinden können“, sagt Mestrovic.

Und die Überlegung, dass es Müttern nicht darum geht „rauszukommen“, wenn sie trotz Familie arbeiten wollen, sondern dass sie – wie jeder Mann – einfach ihr Geld verdienen wollen, dürften viele Frauen kennen.

» Sonja Liebsch, Nives Mestrovic: Muttertier @n Rabenmutter, Roman, 280 Seiten, erschienen: Februar 2011, ISBN 978-3-8392-1150-2, 9,90 Euro

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