Stadt trudelt weiter in die roten Zahlen.

Mönchengladbach. Gladbach rutscht immer tiefer in die Dispo-Falle. Und das offenbar ungeniert. Im nächsten Jahr darf Stadtfinanzchef Bernd Kuckels (FDP) "zur Liquiditätssicherung" der Stadt Kredite von bis zu 1,05 Milliarden Euro aufnehmen, derzeit beträgt das Darlehns-Maximum 900 Millionen Euro.

Bei einem Schuldenstand von rund 1,2 Milliarden Euro (die extra zu betrachten sind) überzog FDP-Politiker Kuckels am Donnerstagdie städtischen Konten mit 850,3 Millionen Euro. Und ein Ende einer Finanzpolitik auf Pump ist überhaupt nicht in Sicht - im Gegenteil.

15 Millionen Euro von der NRW Bank

Die anhaltend äußerst desolate Finanzlage der Kommune beschäftigte gestern Abend auch den städtischen Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen.

Hier informierte Kuckels die Politikerinnen und Politiker im nichtöffentlichen Teil darüber, dass er am 24. November 2010 bei der NRW-Bank 15 Millionen Euro aufgenommen hat. Dieses Geld sei für Investitionen vorgesehen und liege im Rahmen des von der Kommunalaufsicht in Düsseldorf gebilligten Kreditvolumens. Als Laufzeit wurden mit der Bank 30 Jahre vereinbart. An jährlichen Zinsen zahlt die Stadt 3,435 Prozent.

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