Das älteste spartenübergreifende Festival Deutschlands feiert sein 30-jähriges Bestehen. Verstärkt sucht die Ensemblia den Kontakt nach draußen, will sich neue Zielgruppen erschließen.

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Das Ensemblia-Team steckt zwischen Vorfreude und Vorbereitungsstress: Gerd Fischer, Peter Schlipköter, Bärbel Lenz, Christian Esch und Thomas Witzmann (v.l.).

Das Ensemblia-Team steckt zwischen Vorfreude und Vorbereitungsstress: Gerd Fischer, Peter Schlipköter, Bärbel Lenz, Christian Esch und Thomas Witzmann (v.l.).

Jörg Knappe

Das Ensemblia-Team steckt zwischen Vorfreude und Vorbereitungsstress: Gerd Fischer, Peter Schlipköter, Bärbel Lenz, Christian Esch und Thomas Witzmann (v.l.).

Mönchengladbach. Die Ensemblia, Mönchengladbachs Festival zeitgenössischer Kultur, wird dreißig und feiert dieses Jubiläum mit einem Feuerwerk von Uraufführungen. Vierzig Preisträger der vergangenen Jahre haben zu diesem Anlass einen musikalischen Gruß komponiert. Die Kompositionen werden vom 20. bis 24. Mai an den unterschiedlichsten Orten aufgeführt - im Theater Mönchengladbach ebenso wie in der Kulturlounge im BIS, im Schwurgerichtssaal ebenso wie auf der Hindenburgstraße.

Verstärkt sucht die Ensemblia den Kontakt nach draußen, will sich neue Zielgruppen erschließen. So findet unter dem Motto "Kunst trifft Kommerz" am Samstag, den 23. Mai eine Glückwunsch-Parade auf der Hindenburgstraße statt, bei der ein Ensemble an unterschiedlichen Stationen immer neue Glückwunsch-Kompositionen vorträgt.

Über 500 Komponisten nahmen am Wettbewerb teil

"Wir wollen mit der Ensemblia an unerwarteten Orte auftauchen", erklärt Bärbel Lenz, als Projektleiterin bei der Marketinggesellschaft Mönchengladbach für das Festival zuständig.

Der Wettbewerb, an dem über 500 Komponisten teilnahmen, geht während der Ensemblia in die letzte Runde: die Werke der fünf Finalisten werden am 23.Mai im Theater uraufgeführt. Im Anschluss daran werden die Preisträger ausgewählt und der Publikumspreis verliehen.

Erstmals findet auch ein Fotowettbewerb statt, der unter dem Motto "Küche, Diele Bad... ungewohnte Perspektiven" Fotografen dazu auffordert, das Alltägliche neu zu entdecken. Nicht von ungefähr hat die Musik-Video-Installation des Künstlers Thomas Witzmann einen fast identischen Titel.

Vom 8. bis zum 10. Mai können Nachwuchskünstler auf der "Ensemblia U21" ihre Kunst präsentieren.

Beiträge für den Fotowettbewerb "Küche, Diele, Bad... - ungewohnte Perspektiven werden bis zum 30. April angenommen. Es können bis zu drei Bilder pro Teilnehmer abgegeben werden. Der Wettbewerb wird in den Altersgruppen unter und über 16 Jahren ausgetragen.

 "Küche, Diele, Bad..." nennt er das Projekt, bei dem das Publikum mit Impressionen aus den Wohnungen der zwölf aus ganz Europa angereisten Musiker konfrontiert wird, während die auf Instrumenten, Seifendosen oder Gläsern spielen. Die Uraufführung dieses Projekts in der Kaiser-Friedrich-Halle bildet den Abschluss der diesjährigen Ensemblia.

Die Stadt Mönchengladbach wirbt für das Festival, das in den vergangenen Jahren zwischen 5000 und 8000 Besucher anlocken konnte, mit einem touristischen Konzept, bei dem der Aufenthalt in der Stadt und der Zugang zu allen Konzerten mit einem Golfturnier und Karten für die Borussia verknüpft werden.

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