Rainer Wallnig ist empört über Haltung der Liberalen. WZ-Umfrage in der Theater-Passage in Stadtmitte.

Mit Mozart für den Erhalt des Theaters. Musiker der Niederrheinischen Sinfoniker protestieren in der Passage auf ihre Art.
Mit Mozart für den Erhalt des Theaters. Musiker der Niederrheinischen Sinfoniker protestieren in der Passage auf ihre Art.

Mit Mozart für den Erhalt des Theaters. Musiker der Niederrheinischen Sinfoniker protestieren in der Passage auf ihre Art.

Mit Mozart für den Erhalt des Theaters. Musiker der Niederrheinischen Sinfoniker protestieren in der Passage auf ihre Art.

Mönchengladbach. Anita Jakubowski steht in der Theaterpassage und verteilt Handzettel: "Theater: Ja!" steht darauf in großen roten Lettern. Ihr Mann Hans Dieter hat darin als Sprecher der Bürgeraktion "Theater: Ja!" Leitgedanken zum Theater zusammen gefasst. Sein Fazit: Es muss erhalten werden. "Manche drehen sich weg und wollen sich nicht damit beschäftigen", hat Jakubowski Passanten beobachtet. AmPlakat von Ulla Putze kommt man nicht so schnell vorbei.

Das hält sie tapfer über ihrem Kopf in die Luft. "Bei Wahlen keine Stimme für Kulturvernichter" steht darauf. "Ich habe mich schon gegen die Schließung des alten Schauspielhauses engagiert", begründet sie ihr Auftreten. Kultur sei ein wichtiger Standortfaktor. "Warum soll sich ein Firma in Gladbach ansiedeln, wenn man dann den leitenden Angestellten sagen muss, dass sie für Theater und Konzerte ins Ruhrgebiet fahren sollen?"

"Ich beschimpfe meine FDP-Kollegen."

"Geld kann nicht das Argument sein", sagt Günter vom Dorp. Er erinnert daran, dass die Rheydter schon 1948 ihr Theater wieder eröffnet haben. "So kurz nach dem Krieg hätte man auch mit Straßen und Kanalsystemen argumentieren können." Aber es sei ihnen wichtig gewesen.

Rainer Wallnig kommt hinzu. "Ich beschimpfe meine FDP-Kollegen wegen ihrer Haltung zum Theater", sagt der ehemalige FDP-Ratsherr, der gern ins Theater geht. "Es geht nicht nur ums Theater", argumentiert Dieter Braeg. Erst würde man auf eine oder zwei Sparten verzichten, dann würden die Zuschauer durch die Ersatzspielstätte im weit entfernten Nordpark vergällt. "Ein sehr geschickter Schachzug der Politiker", beurteilt er diesen Plan. "Und der Rest ist dann bejammernswert."

"Das Gleiche ist doch mit der Bücherei", sagt Lieselotte Böhme. "Die haben erst die Stadtteilbüchereien zugemacht. Der nächste Schritt kommt", prophezeit sie.

Nicht vorbei kommt man an den Kammerensembles, die Musiker der Niederrheinischen Sinfoniker hier bilden. Mit Klängen von Mozart erfüllen fünf Streicher die Passage, manch ein Passant bleibt stehen und applaudiert.

"Theater: Ja!" veranstaltet am Mittwoch, 4. Februar, 13.30 Uhr, eine Demo. Los geht es vom Theater (Odenkirchener Straße) zum Rathaus Rheydt, wo der Stadtrat (15 Uhr) auch über die Theaterfinanzen entscheidet.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer