Nach Ärger über falsche Abholzungen wehrt sich die Stadt.

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Zu Fällungen wie in der Vergangenheit an der Einruhrstraße greift das Grünflächenamt sonst nur im Notfall. (Archiv: Siemes)

Zu Fällungen wie in der Vergangenheit an der Einruhrstraße greift das Grünflächenamt sonst nur im Notfall. (Archiv: Siemes)

Zu Fällungen wie in der Vergangenheit an der Einruhrstraße greift das Grünflächenamt sonst nur im Notfall. (Archiv: Siemes)

Mönchengladbach. Zehn Bäume wurden fälschlicherweise an der Düsseldorfer Straße gefällt - das ist gut zwei Wochen her. Es sei ein Missverständnis zwischen einem Mitarbeiter der Grünflächen-Verwaltung und der Baufirma gewesen, betonte Paul Brickwedde. Acht der Riesen galten als schützenswert - soweit die Geschichte.

Jetzt versucht der Leiter des Amtes den Ruf seiner Leute wieder herzustellen. "Wir sind in der Kritik gewesen - zu Recht, aber wo Menschen arbeiten, da geschehen auch Fehler", sagt Brickwedde. An vielen Beispielen will er zeigen, dass dieser Fehler die große Ausnahme war.

 "Unsere Aufgabe ist, Bäume zu pflegen und zu erhalten. Fällung muss das letzte Mittel sein." So konnte ein Baum, bei dem ein Lkw einen Ast abriss und die Pflanze schwer beschädigte, gerettet werden. "Durch Rückschnitt war es möglich, ihn zu erhalten."

Baumrettung steht in der Regel im Vordergrund

An vielen Plätzen in der Stadt reißen Bäume die Bürgersteige auf. Das ist nicht nur unschön, sondern auch eine Gefährdung für Fußgänger und Autofahrer. "Die Wurzeln drücken die Pflastersteine nach oben," so Brickwedde. Durch verschiedene Methoden lassen sich aber auch diese Bäume erhalten. Genau wie die Platanen an der Geldener Straße gerettet werden konnten. "Es bestand Gefahr, dass sie bei Windeinwirkung auseinander reißen würden. Die haben wir gekürzt."

Die Liste dieser Erfolge führt Brickwedde gerne weiter: "Bei der Kastanie auf dem Hof der Schule am Bäumchesweg wurde der Boden entsiegelt, Mykorrhiza (ein nährendes "gutes" Pilzgeflecht) eingebaut und schließlich ein Zaun um den Baum gezogen. So können die Kinder den Boden nicht wieder platt trampeln." Das sei Gift für den Baum, der seine Wurzeln entfalten will.

Sollte dann doch mal alle Hoffnung vergebens sein, müssen viele Instanzen durchlaufen werden, bevor der Baum tatsächlich gefällt werden kann. Brickwedde: "Das ist sehr gut organisiert, von der Erfassung durch den Baumkontrolleur bis zur Fällung. Wir sind ja kein ungeordneter Verein."

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