Wegen einer Gruppe Jugendlicher, die mit Silvesterböller zündelte, rückten Einsatzkräfte an.

Einsatzwagen der Mönchengladbacher Hundertschaft vor dem Minto.
Einsatzwagen der Mönchengladbacher Hundertschaft vor dem Minto.

Einsatzwagen der Mönchengladbacher Hundertschaft vor dem Minto.

Detlef Ilgner

Einsatzwagen der Mönchengladbacher Hundertschaft vor dem Minto.

Am Einkaufszentrum Minto ist es gestern am späten Nachmittag erneut zu einem Polizeieinsatz gekommen. Beamte der Einsatzhundertschaft rückten zu dem Center an der Hindenburgstraße aus, weil nach Polizeiangaben Jugendliche in der Einkaufsgalerie Silvesterböller gezündet hatten. Das Center-Mangement dementiert dies allerdings und betont, dass die Raketen vor der Galerie gezündet worden seien. Fakt ist, dass die Centermanagerin selbst die Polizei alarmierte. Die eingesetzten Beamten sprachen Platzverweise aus. Mitarbeiter der Shopping-Galerie verwehrten mehreren Jugendlichen nach dem Vorfall der Zutritt zum Center

„Unsere Besucher können sich bei uns wohlfühlen.“

Jessica Queisser, Center-Managerin

Das Minto ist ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche, die das Angebot des kostenlosen W-Lans nutzen. Auch gestern war die Shopping-Galerie wieder stark frequentiert von jungen Menschen. Im Umfeld des Centers waren viele Jugendliche in kleinen Gruppen unterwegs, die sich gegenseitig mit aufgenommenen Handyvideos brüsteten. Als die Einsatzwagen der Hundertschaft eintrafen, hieß es in einer der Gruppe, dies müsse man jetzt feiern.

Bereits am Vortag war es vor dem Minto zu einem ähnlichen Einsatz gekommen: Etwa 50 Jugendliche hatten sich vor dem Haupteingang zusammengerottet. Es kam zu Rangeleien, bei denen ein 14-Jähriger ein Klappmesser zückte, aber offenbar nicht einsetzte. Der Junge ist nach Polizeiangaben ein Deutscher und kommt aus einer pädagogischen Einrichtung im Kreis Neuss. Verletzte gab es keine. Die Polizei ermittelt aber weiter. Warum sich die Jugendlichen plötzlich an der Einkaufsgalerie zusammenrotteten und worum es bei der Auseinandersetzung am Dienstag ging, ist noch nicht geklärt. Möglicherweise hätten die Jugendlichen um eine Jacke gestritten, so ein Polizeisprecher.

Am Dienstag hatte der Security-Dienst der Shopping-Galerie schnell reagiert und die Polizei alarmiert. „Unser Sicherheitsdienst hat die größere Ansammlung auf der Hindenburgstraße beobachtet und dann die Polizei informiert“, sagte Center-Managerin Jessica Queisser. Vorhersehbar sei die spätere Rangelei vor dem Center nicht gewesen, da man nur schlecht erahnen könne, wann eine Situation sich hochschaukelt. Jessica Queisser: „Wir haben einen sehr guten und aufmerksamen Sicherheitsdienst bei uns im Einsatz, der zudem auf unser Vier-Sterne-Konzept geschult wird. Sicherheit steht bei uns an oberster Stelle.“

Ähnliche Vorfälle wie gestern und am Mittwoch habe es in der Einkaufsgalerie noch nie gegeben. Auch die Polizei bestätigt, dass bislang keine Probleme mit Jugendlichen im Minto aufgetaucht sind.

Zu der Frage, ob es nun nach den Vorfällen Konsequenzen in der Shoppinggalerie geben wird oder ob mit der schnellen Alarmierung der Polizei alles richtig gemacht wurde, sagt die Center-Managerin: „Grundsätzlich stehen wir mit allen zuständigen Behörden im engen Austausch. Eine kooperative Zusammenarbeit erhöht die Sicherheit in unserer Stadt. Unsere Besucher können sich bei uns wohlfühlen.“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer