Der OB hat sich in die Diskussion um das Jugendzentrum eingeschaltet.

Wickrath
OB Bude schaltete sich ein.

OB Bude schaltete sich ein.

Hans-Peter Reichartz

OB Bude schaltete sich ein.

Mönchengladbach. Das Kriz in Wickrath, hinter dem sich der holprige Name Kriseninterventionszentrum für Problem-Jugendliche unter 18 verbirgt, scheint vom Tisch. Nach dem heftigen Widerstand in Wickrath und einer Runde mit der Initiative „Besorgte Bürger Wickrath“ erklärte ein nachdenklicher Guido Royé: „Wir befinden uns in einem Prozess des Nachdenkens.“

Investor besitzt eine Ausstiegsklausel

Konkretes will der Leiter der Jugendhilfe Schloss Dilborn möglicherweise nach dem Treffen am Donnerstag mit OB Norbert Bude (SPD) sagen. Bude hat sich in die für manchen leidige Diskussion eingeschaltet. Und bietet den Kriz-Verantwortlichen womöglich einen neuen Standort mit Gladbach-Adresse an.

Bislang will „Dilborn“ an der Trompeterallee/Höhe Orffstraße eine geschlossene Einrichtung für 16 junge Leute errichten lassen. Die Minderjährigen, zumeist Mädchen, befinden sich in „akuter Krise“, haben Drogen- und/oder Erfahrung mit Prostitution usw. Das neue Haus soll die Einrichtung Kyffhäuserstraße mit acht Jugendlichen ersetzen. Der Investor für das „Kriz Wickrath“ war mit dem Verkäufer des Areals bereits beim Notar, hat aber eine Klausel einarbeiten lassen für den Fall, dass das Projekt in Wickrath scheitert.

Die Initiative um ihren Sprecher Georg Mertens erklärt, das Gespräch mit den Kriz-Leuten wie Royé sei „gut und sachlich“ gewesen. Grundlegende Bedenken, wonach das Umfeld zum Kriz-Vorhaben bereits „sehr belastet“ sei (WZ berichtete), seien aber nicht ausgeräumt worden. „Besorgte Bürger“ verlangt eine „Sozialraum-Analyse“. Die werde wohl zeigen, dass Wickrath nicht der geeignete Standort sei. Mertens: „Grundsätzlich sind Angebote wie das Kriz von großer Bedeutung.“

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