Täter schlugen an der Zeppelinstraße zu. Es war der 19. Schul-Einbruch in diesem Jahr. Die Stadt engagiert nun einen Sicherheitsdienst.

Täter schlugen an der Zeppelinstraße zu. Es war der 19. Schul-Einbruch in diesem Jahr. Die Stadt engagiert nun einen Sicherheitsdienst.
Eine aufgebrochene Tür in der Schule an der Zeppelinstraße: Die Täter haben die Schule völlig verwüstet.

Eine aufgebrochene Tür in der Schule an der Zeppelinstraße: Die Täter haben die Schule völlig verwüstet.

Jörg Knappe

Eine aufgebrochene Tür in der Schule an der Zeppelinstraße: Die Täter haben die Schule völlig verwüstet.

Gestern Morgen in der katholischen Grundschule Zeppelinstraße: Türen sind aufgebrochen und aus den Angeln gehoben, Räume und Schränke durchwühlt. „Einbrecher haben die Schule völlig verwüstet“, berichtet Stadtsprecher Wolfgang Speen. Die Situation sei so schlimm gewesen, dass die Kinder nach Hause geschickt wurden. Nach der Spurensicherung wurde gestern aufgeräumt. „Montag wollen wir schließlich wieder ganz normal Unterricht machen“, sagt Schulleiterin Ursula Smets.

Es war der 19. Einbruch in eine Mönchengladbacher Schule in diesem Jahr. Und diese Tat ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Die Stadt will jetzt die Sicherheitsmaßnahmen verstärken. Die Häufigkeit der Einbrüche sei exorbitant, sagt Speen und gibt zur besseren Einordnung einen Vergleich: Im gesamten vergangenen Jahr hätte es 65 Einbrüche in Schulen gegeben. „Wir werden das Problem nun restriktiv angehen“, sagt der Stadtsprecher. Die Stadt will private Sicherheitsdienste beauftragen und mehr Kameras installieren. Außerdem ist der Kommunale Ordnungs- und Servicedienst (KOS) informiert. Er wird seine Streifen verstärkt zu den Schulen schicken.

Präsenz der Sicherheitskräfte soll mögliche Einbrecher abschrecken

„Die Präsenz der Sicherheitskräfte soll der Abschreckung dienen“, erklärt Schuldezernent Gert Fischer: „Uns ist bewusst, dass es keine Konzepte gegen Einbrüche in Schulen generell gibt, da Schulgebäude allein wegen ihrer baulichen Struktur besonders verwundbar sind.“ Die Verwaltung habe aber ein klares Bild, welche Schulen besonders gefährdet und wo die Schwachpunkte seien. So würden nach jedem Einbruch dort, wo es sinnvoll sei, entsprechende Maßnahmen ergriffen. Die Schulverwaltung stehe in dieser Sache im intensiven Austausch mit Bauverwaltung und Polizei.

Die Beute bei den Einbrüchen in Schulen ist meist gering, der Schaden umso größer. „In der Regel handelt es sich bei den Einbrüchen um Vandalismus und Verwüstungswut“, sagt Speen. In fast allen Fällen wurden Türen, Fenster und Mobiliar beschädigt. Seltener ließen die Einbrecher Wertgegenstände wie Laptops, Beamer oder Geld mitgehen. Die genaue Gesamtschadenshöhe hat die Stadt noch nicht ermittelt, weil auch noch nicht alle Schadensmeldungen eingegangen sind.

Ein Muster lässt sich bei den Schuleinbrüchen nicht erkennen. Die Tatorte liegen im gesamten Stadtgebiet, betroffen sind alle Schulformen.

Auch in die Schule an der Kabelstraße wurde eingebrochen

Zu den letzten beiden Schuleinbrüchen sucht die Polizei noch Zeugen: Der Tatzeitraum für den Einbruch in die Grundschule Zeppelinstraße liegt zwischen Donnerstag, 17 Uhr, und Freitag, 6.45 Uhr. Die Täter hebelten ein zum Schulhof gelegenes Fenster auf. Im Gebäude brachen die Unbekannten die Tür zum Hausmeisterbüro auf und lösten eine weitere Zwischentür aus der Scharnierhalterung. Ihre Beute: ein Laptop sowie Münzgeld.

In die Räume einer Förderschule an der Kabelstraße sind Unbekannte zwischen Mittwoch, 17.30 Uhr, und Donnerstag, 7.20 Uhr, eingebrochen. Die Täter verschafften sich Zugang, indem sie eine rückwärtige Eingangstür aufhebelten. Als sie das Gebäude betraten und einen Alarm auslösten, flüchteten sie ohne Beute. Sachdienliche Hinweise zu diesen Einbrüchen nimmt die Polizei unter der Rufnummer 02161/290 entgegen.

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