Das Duo Killing Tofu will mit Texten inspirieren – ein Anliegen: Tötet Tofu statt Tiere

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Jim und Fiona sind das Duo Killing Tofu.

Jim und Fiona sind das Duo Killing Tofu.

Killing Tofu

Jim und Fiona sind das Duo Killing Tofu.

Mönchengladbach. "Es wird Zeit, dass sich was bewegt, wird Zeit, dass es weitergeht". Die Zeilen aus ihrem Song "Das Ende vom Anfang" können durchaus als symptomatisch gelten für das Wirken der Gladbacher Band Killing Tofu, die ein Duo ist.

Jim und Fiona Tofu, wie sie sich selbst nennen, sind bühnenerfahren mit den Bands "Unerhört" und "Jim Noah". Mit letzterer traten sie noch beim diesjährigen Horst-Festival auf dem Platz der Republik auf. Das kurz darauf verkündete Ende der Band war der Anfang des Duos, das seither mit Gitarre und Schlagzeug die lokale Szene bereichert.

Dass aufgrund ihrer Besetzung immer wieder Vergleiche zu den White Stripes oder den Blood Red Shoes gezogen werden, stört sie nicht. Sie seien immer nur positiv verglichen worden. Mit Killing Tofu haben Jim und Fiona ein Gesamtkunstwerk geschaffen, das über die Musik hinausreicht. Von der Namensgebung - beide sind Vegetarier und propagieren: "Stop killing animals, start killing Tofu" - über die Internetseite, die CD-Produktion bis zu Videos wird alles in Eigenregie erstellt.

Von chilligen bis hin zu wütenden Klängen

In ihren deutschsprachigen Texten jonglieren sie mit Worten, Redewendungen, Andeutungen und Metaphern. Womit sie Diskussion und Konfrontation auslösen. "Was uns beschreibt, ist das, was zwischen den Zeilen steht", erläutert Fiona Tofu.

Man wolle das Publikum inspirieren, selbst zu denken und darauf aufmerksam machen, dass sie von ständiger Berieselung und Manipulation umgeben seien. Doch beiden ist auch klar: "Wir richten uns an die, die fühlen wie wir, an die, die schon sensibilisiert sind."

Musikalisch verpackt wird das Ganze in ein dynamisches Gerüst, das von chilligen bis wütenden Gitarrenakkorden und donnerndem Schlagwerk bis zu introvertierter Soundmalerei reicht, bei der Jim und Fiona auch schon mal im Schneidersitz auf dem Bühnenboden sitzen und Assoziationen zur Hippiekultur der 70er Jahre wecken.

Am 20. November spielen sie im Geneickener Bahnhof. Das Konzert wird am 30. November im Newcomer-Radio Deutschland gesendet. Der Eintritt ist frei.

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