Bis zu vier Autos kommen durch, dann gibt’s Rot. Stadt ändert nichts, obwohl sich mancher ärgert.

Auch dort, wo der schwarze Sportwagen fährt, kommen maximal vier Autos durch, dann springt die Lichtzeichenanlage wieder auf Rot. Ändern will die Stadt an diesem Zustand nichts.
Auch dort, wo der schwarze Sportwagen fährt, kommen maximal vier Autos durch, dann springt die Lichtzeichenanlage wieder auf Rot. Ändern will die Stadt an diesem Zustand nichts.

Auch dort, wo der schwarze Sportwagen fährt, kommen maximal vier Autos durch, dann springt die Lichtzeichenanlage wieder auf Rot. Ändern will die Stadt an diesem Zustand nichts.

Der frühere „Affenfelsen“ im Mittelpunkt des Kreisverkehrs.

Reichartz/Knappe, Bild 1 von 2

Auch dort, wo der schwarze Sportwagen fährt, kommen maximal vier Autos durch, dann springt die Lichtzeichenanlage wieder auf Rot. Ändern will die Stadt an diesem Zustand nichts.

Mönchengladbach. Vier Autos haben es geschafft. Der fünfte Pkw-Fahrer steigt in die Eisen – die Ampel zeigt Rot. So geht das jeden Tag. Und viele Autofahrer ärgern sich, dass die kurze Grün-Phase unliebsame Stau-Erlebnisse fördert.

Der frühere Eickener Kreisel („Affenfelsen“) ist großspurig für mehr als 1,3 Millionen Euro ausgebaut worden. Die Groß-Kreuzung sieht jetzt aus wie ein Autobahnzubringer und dirigiert unter anderem auf die verlängerte Steinmetz-, Hindenburg- wie Breitenbachstraße.

Während die Ampeln für die Ost-West-Trasse – die lange, breite Steinmetzstraße – in beiden Richtungen „normal“ geschaltet sind, haben mobile Verkehrsteilnehmer auf der Hindenburgstraße stadtauswärts und umgekehrt nur „kleines“ Grün, was gerade zur Rush-Hour ärgerlich ist. Das Gleiche gilt für Abbieger in die Breitenbachstraße, Richtung Vitusbad.

Beim Stadt-Fachamt ist man überrascht. Die Schaltung der Lichtzeichen sei bewusst gewählt, weil die genannten Abschnitte nicht zu den Hauptverkehrsstraßen gehörten. Gebe es Probleme, könne man per Computer auf das Ampel-Geschehen eingreifen: Im Rheydter Rathaus steht der zentrale Rechner, der sagt, wie es blinken soll. Beispiel Borussia: Für den Fan-Verkehr gibt es länger Ampel-Grün. Danach wird auf Alltag geschaltet.

Polizei sagt: Es gibt keine Auffälligkeiten

Denkbar sei jedoch, dass die Stadt das „kleine Grün“ und die Folgen beobachtet. Ändern will man offensichtlich aber nichts. Für die Polizei gibt es im Bereich der neuen Kreuzung „keine Auffälligkeiten“. Das sagt Sprecher Jürgen Lützen. Das gelte auch für Rot-Verstöße. Anwohner berichten aber, dass zunehmend bei „Gelb bis Rot“ weitergefahren wird.

Auf der Trasse zwischen Balderich-Turm und Volksgarten wird schon länger gebaut, aber nicht täglich. Bis Jahresende soll die vierspurige Meile hergestellt sein. Sie kostet rund 8,8 Millionen Euro, 4,6 Millionen der Summe kommen vom Land. Weil die neue Korschenbroicher Straße weniger kostet, soll ein Teil der 8,8 Millionen in die neue Breitenbachstraße fließen. Beide Hauptstraßen werden für das Shopping-Center Arcaden verbreitert.

Technischer Beigeordneter Andreas Wurff rechnet nicht vor 2013 mit dem Ausbau der Breitenbachstraße zwischen neuem Knoten „Eickener Kreisel“ bis Korschenbroicher Straße. Letztere wird bis Ende 2012 vierspurig angelegt, die WZ berichtete mehrfach.

Vierspurig wird die derzeitige Löcherpiste Breitenbachstraße ebenfalls. Mit Ausnahme des Bahntunnels. Der müsste für vier Streifen – je zwei für zwei Richtungen – abgerissen werden. Wird er aber nicht, weil das viel zu teuer ist.

Folglich sind im Tunnel drei Spuren vorgesehen. Zwei auf der Straße führen raus aus der City, eine rein. Geplant: Die Dreier-Trasse mit Geh-/Radwegen wird einen Meter tiefer gelegt. So kommen auch Lkw problemlos hindurch. Damit der Trog bei Starkregen nicht vollläuft, legt man eine eigene Pumpstation an.

An der Straßenfinanzierung beteilige sich auch der Immobilien-Entwickler Aurelis aus Eschborn. Der will auf dem frei geräumten Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Fachmärkte bauen. Dafür soll es passende Zufahrten von der Breitenbachstraße aus geben.

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