Das Autozentrum West wurde als erster „Fachbetrieb für Hybrid- und Elektrofahrzeuge“ in der Stadt zertifiziert.

Hermann Sleegers (l.) und Markus Hamacher vom Autozentrum West am neuen Elekto-Opel Ampera.
Hermann Sleegers (l.) und Markus Hamacher vom Autozentrum West am neuen Elekto-Opel Ampera.

Hermann Sleegers (l.) und Markus Hamacher vom Autozentrum West am neuen Elekto-Opel Ampera.

Knappe

Hermann Sleegers (l.) und Markus Hamacher vom Autozentrum West am neuen Elekto-Opel Ampera.

Mönchengladbach. Sie brummen nicht mehr, sie summen nur noch: Elektroautos sind leise, vollgestopft mit modernster Technologie und voll im Trend. Sie sind so begehrt, dass der neue Opel Ampera, ein reines Elektrofahrzeug, von einigen Kunden in Mönchengladbach bereits vor der offiziellen Vorstellung quasi blind, ohne Testfahrt, bestellt wurde. „Das Potenzial für E-Autos ist groß“, sagt Markus Hamacher, Geschäftsführer des Mehrmarken-Autohauses Autozentrum West. „Ihnen gehört die Zukunft.“

Motoren laufen mit bis zu 400 Volt

Um für diese Zukunft gerüstet zu sein, hat das Mönchengladbacher Autohaus nicht nur zwei Modelle mit Elektroantrieb und drei mit Hybridantrieb im Programm, sondern sich auch als erster Fachbetrieb in der Stadt in diesem Bereich zertifizieren lassen. Die Zertifizierung wurde von der Innung durchgeführt und soll den Kunden signalisieren, dass der Betrieb für die Anforderungen der neuen Antriebstechnologien gerüstet ist.

Sieben Mitarbeiter haben Basisschulungen bekommen, die sie zu Hochvolttechnikern qualifizieren, drei weitere wurden zudem speziell für den neuen Ampera geschult. Das ist auch nötig, denn der Umgang mit E-Motoren will gelernt sein – schließlich laufen die Motoren mit 350 bis 400 Volt. Da verbietet sich das Selbstherumbasteln von allein.

Opel hat die Kabel, von denen Laien die Finger lassen sollen, orange markiert. Und ein Blick unter die Motorhaube des neuen E-Autos zeigt eine beeindruckende Menge Orange. Also ein klarer Fall für die Experten mit den Spezialwerkzeugen und -kenntnissen. Preiswert sind die E-Autos immer noch nicht: der Ampera ist für satte 48 000 Euro zu haben. Dennoch scheint der Preis nicht so abschreckend zu wirken wie bei den Hybridfahrzeugen, bei denen der Markt „sehr überschaubar“ bleibt, so Geschäftsführer Hamacher.

Den E-Fahrzeugen sagt er dagegen eine große Zukunft voraus. „Reine Elektroautos haben einfach ein konsequenteres Konzept“, meint er. In Verbindung mit Ökostrom unschlagbar und ideal für Pendler, die 30 oder 40 Kilometer zur Arbeit fahren, dann das Auto aufladen können und abends wieder nach Hause fahren.

Die Sparte ist auf Wachstumskurs: Laut Kraftfahrtbundesamt wurden im vergangenen Jahr (von Januar bis Oktober) rund 12 000 Hybrid- und Elektrofahrzeuge neu zugelassen. Das sind 32 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

 

Insgesamt sind rund 40 000 solcher Wagen bereits auf den Straßen in Deutschland unterwegs.

Ob die Elektroautos mehr oder weniger Wartung brauchen als konventionelle Fahrzeuge, kann noch niemand sagen. „Da fehlen einfach die Erfahrungswerte“, sagt Experte Hermann Sleegers vom Autozentrum West.

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