Das Franziskus-Krankenhaus wächst – die Sorgen der Anwohner auch.

Die Entlastungsstraße könnte möglicherweise so verlaufen.
Die Entlastungsstraße könnte möglicherweise so verlaufen.

Die Entlastungsstraße könnte möglicherweise so verlaufen.

grhi

Die Entlastungsstraße könnte möglicherweise so verlaufen.

Mönchengladbach. Die Anwohner in der Nähe des Franziskus-Krankenhauses sprechen von einem drohenden „Verkehrsinfarkt“ angesichts des Kliniken-Ausbaus an der Viersener Straße. Die Gladbacher Stadtverwaltung sah noch im November 2011 eigentlich keinen Bedarf für einen Straßenneubau.

Das sieht die Politik im Bezirk Nord anders und lässt prüfen, unter welchen Umständen eine Entlastungsstraße zwischen Kaldenkirchener und Viersener Straße verwirklicht werden könnte. Und nun kommt Schützenhilfe aus Viersen für eine solche sogenannte Querspange.

Mehr krankenhausbezogener Verkehr sei „nicht tragbar“

Sie könnte nördlich der seit acht Jahren leerstehenden Niederrhein-Kaserne und nördlich des Krankenhaus-Geländes verlaufen, entlang der Autobahn 52 (siehe Grafik). Eine Entlastungsstraße abseits der Wohngebiete, die nach derzeitigen Entwürfen ein Stück auch über Viersener Stadtgebiet liefe, halten die Nachbarn für sinnvoll. So lautet die Antwort auf eine Anfrage der Gladbacher.

Denn schon in den vergangenen Jahren habe der Verkehr Helenabrunn belastet, sagen die Viersener. Der Streckenzug Heimerstraße/Helenenstraße werde von ortskundigen genauso wie fremden Autofahrern als Verbindung in den Gladbacher Norden genutzt.

Und man erwartet noch mehr Verkehr in der kleinen Ortsdurchfahrt durch die Zusammenführung der Krankenhäuser St. Kamillus und Maria Hilf am Standort St. Franziskus. Diese „deutliche Bündelung von krankenhausbezogenen Kfz-Verkehren“ ist für die Viersener „nicht tragbar“.

2000 Mitarbeiter kümmern sich um 100 000 Patienten

Hier werden 2600 Schüler von 100 Lehrern unterrichtet. Damit ist es die größte Schule der Stadt. Das Gebäude von 1855 wurde zunächst als Tuchfabrik genutzt, 1927 wurde es zur Schule umfunktioniert, Wände und Decken wurden eingezogen.

Bis 2017 sollen alle drei Krankenhausstandorte zusammengelegt sein. Rund 2000 Mitarbeiter würden sich dann an der Stadtgrenze zu Viersen um rund 100 000 Patienten kümmern, die hier pro Jahre behandelt werden sollen. Was den Verkehr von Rettungswagen, Mitarbeitern und Besuchern angeht, kursiert eine Zahl von drei Millionen Fahrten jährlich.

Deshalb hatte die Stadt Viersen bereits im Zusammenhang mit den Bebauungsplänen für die Krankenhaus-Erweiterung der Einschätzung der Stadt Gladbach widersprochen, dass es durch die Veränderungen nur zu einer geringen und vertretbaren „Mehrbelastung“ in Helenabrunn kommen könne.

Und auch angesichts des gesamtstädtischen Verkehrsentwicklungsplans, der derzeit in Mönchengladbach Form annimmt, hatten die Viersener darum gebeten, dass Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden, die die Verkehrsprobleme in Helenabrunn beheben.

Ein Verlauf einer Querspange entlang der A 52 würde noch eines bedeuten. Zumindest für einen Teil der Niederrhein-Kaserne gäbe es wieder eine Nutzungsidee. Der Bund, dem das ganze Gelände gehört, hatte bisher keine gefunden. Das Thema Polizeipräsidium an dieser Stelle war schnell wieder vom Tisch. Es ist jetzt in Neuwerk an der Krefelder Straße geplant.

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