Am nächsten Großreinemachtag am 11. März ist der Verein dabei. Aber auch Abseits der Aktion halten sie ihre Wanderwege sauber.

Am nächsten Großreinemachtag am 11. März ist der Verein dabei. Aber auch Abseits der Aktion halten sie ihre Wanderwege sauber.
Im vergangenen Jahr haben die Wanderfreunde aus Hardt 20 Müllsäcke voll Abfall gesammelt. Archiv

Im vergangenen Jahr haben die Wanderfreunde aus Hardt 20 Müllsäcke voll Abfall gesammelt. Archiv

Knappe

Im vergangenen Jahr haben die Wanderfreunde aus Hardt 20 Müllsäcke voll Abfall gesammelt. Archiv

Sie haben schon Fernseher, Betonklötze, Möbel und Staubsauger gefunden, daneben unzählige Papierchen und Plastikverpackungen. Jedes Jahr, wenn zum Frühjahrsputz in Mönchengladbach aufgerufen wird, dann sind sie dabei: Die Wanderfreunde rund um den Vorsitzenden Johannes Kück. Seit zehn Jahren ziehen die freiwilligen Helfer mit Müllsäcken, Greifzangen und Handschuhen los, um die Wanderwege in Hardt sauberzumachen und damit einen gemeinnützigen Dienst für ihre Heimat zu leisten. „Man kann nicht immer erwarten, die Stadt macht das schon“, sagt der Vereinsvorsitzende Johannes Kück. „Wenn wir einen Beitrag für eine saubere Stadt leisten können, dann machen wir das auch gerne.“ So hat sich die Gruppe auch für den nächsten Großreinemachtag am Samstag, 11. März, angemeldet.

Mit 50 Helfern soll das Gebiet zwischen Piperlohof, Rasseln und Winkeln von Unrat befreit werden. Verbunden wird die Säuberungsaktion mit einer geführten Wanderung sowie einem gemeinsamen Imbiss. „Wir gehen natürlich auch die Winkelner Straße entlang, wo wir im Oktober 2015 und 2016 Blumenzwiebeln gepflanzt haben“, sagt der zweite Vorsitzende Uwe Görs. „Nun wollen wir sehen, wie die Narzissen sich entwickeln. Manchmal ist es eben einfach, seine Stadt zu verschönern.“

„Man kann nicht immer erwarten, dass die Stadt das schon macht.“

Johannes Kück, Wanderfreunde

Aus diesem Grund nehmen die Wanderfreunde jedes Jahr an dem Frühjahrsputz teil. Und dass der Einsatz seine Wirkung hat, können die Freiwilligen am Beispiel Hardter Wald belegen. „Früher waren wir häufig dort Müll einsammeln, doch inzwischen hat sich das Bild dort schon gebessert“, sagt Görs. „Wenn ein Bereich sauber und ordentlich ist, dann schmeißen die Leute nicht so schnell etwas hin“, ergänzt Kück.

Doch es gebe auch Ausnahmen, wie der Vorsitzende erzählt. Nach einer Sammelaktion am Parkplatz neben der Jugendherberge etwa, habe bereits am nächsten Tag der Platz wieder ausgesehen, als wäre dort nie etwas passiert. „Die Mülleimer quellten wieder über, überall lag Abfall herum. Dann ärgert man sich schon und denkt, wozu die Mühe“, sagt Kück. Für ihn und Görs hat die Frühjahrsputzaktion daher einen zweiten Sinn, der noch nachhaltiger ist. „Wichtig ist, dass möglichst viele Schulen und Kindergärten mitmachen, so dass die Kinder dahin erzogen werden, gar nichts erst wegzuwerfen“, sagt Görs.

Ähnlich sieht das auch Verena Kell vom Paritätischen, die sich zum ersten Mal mit einer Gruppe am Großreinemachtag beteiligen will. „Wenn die Kinder sich bewusst ansehen, was alles in den Büschen hängt, dann werfen sie nicht so bedenkenlos etwas dazu“, sagt sie.

Doch nicht nur der Umweltaspekt spielt für Kell eine Rolle, ihr geht es vor allem um das Gemeinschaftserlebnis. Im vergangnen Jahr hat sie ein Nachbarschaftsprojekt ins Leben, um die Rheydter durch gemeinsame Aktionen einander näher zu bringen. Eine dieser Aktionen soll der Frühjahrsputz sein. Derzeit versucht Kell, dafür Freiwillige zu finden. „Der Frühjahrsputz ist eine großartige Aktion. Ich finde es immer schön, wenn Menschen sich zusammentun, um sich für einen gemeinnützigen Zweck einzusetzen“, sagt sie. Auf Vordermann soll die Wegeverbindung vom evangelischen Hauptfriedhof bis zum Parkplatz Gracht gebracht werden. Wer auf dieser Strecke helfen will, meldet sich bei Verena Kell unter der Rufnummer 02166/923957.

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