Sport für betagte Bürger: Käthe Strötges, die Gründerin, wurde 75 – und sie hat weitere Pläne.

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So wird man sie auch in Zukunft erleben: Eine neugierige, aufmerksame Käthe Strötges.

So wird man sie auch in Zukunft erleben: Eine neugierige, aufmerksame Käthe Strötges.

Jörg Knappe

So wird man sie auch in Zukunft erleben: Eine neugierige, aufmerksame Käthe Strötges.

Mönchengladbach. "Und ich mache weiter", sagt Käthe Strötges - und ihre ganze Körperhaltung gibt diesen Worten Nachdruck. Gerade aufgerichtet sitzt sie auf ihrem Stuhl, das Gesicht strahlt, und die Augen blitzen so, wie man es von ihr kennt. Andere dürfen sich in ihrem Alter zur Ruhe setzten. Käthe Strötges wird von ihren Festrednern flehendlich gebeten, weiterhin aktiv zu bleiben.

Der CDU-Politiker Michael Schroeren lobt sie als "Kämpferin", Schwiegersohn Georg Bürck legt ihr nahe, jetzt "bloß nicht die Füße hochzulegen" und Bert Gerkens, Vorsitzender des Stadtsportbundes, weiß, dass sie "nie aufgibt". Alle bringen hohe Erwartungen an das Geburtstagskind mit. Doch Käthe Strötges kann das nicht erschüttern: "Wenn die Arbeit und die Idee dahinter einem Spaß machen, dann gibt es keinen Druck", erklärt sie bestimmt.

"Ein gutes, mittleres Unternehmen."

Käthe Strötges

Wenn eine wie Käthe Strötges ihren 75. Geburtstag feiert, dann kommen viele aus ihrer großer Familie zum Gratulieren an den Ort, an dem alles begann.

Zahlreiche Ehrenamtliche und Vertreter der Sportvereine, die Strötges bei ihrer Arbeit begleitet haben, feiern gemeinsam mit ihr im Altensportzentrum an der Aachener Straße. Das Geburtstagkind hat in den vergangenen 40 Jahren viele Kinder ins Leben gerufen. Ihr erstes heißt "Sozialer Altensport", und darauf ist sie besonders stolz: "Mit meiner Idee habe ich eine Zielgruppe angesprochen, die es am meisten gebraucht hat. Und ich habe Sportverbänden klar gemacht, dass beim Sport nicht nur Leistung zählt".

1968 gründet sie mit viel Hilfe den Verein "Sport für betagte Bürger", mittlerweile hat er über 2000 Mitglieder. Bis heute sind neben der großen Altensportstätte in Holt an der Altenbroicher Straße und der Brückenstraße weitere Zentren für ältere Menschen entstanden.

Kurzzeitwohnen, Betreutes Wohnen, Alten- und Pflegeheime, Sport- und Sprachangebote, Reisen und Reha-Maßnahmen für Ältere sind Bausteine ihres Lebenswerks. "Ein gutes mittleres Unternehmen" ist entstanden, dessen "Niveau und Qualität" sie erhalten will. Über Zahlen spricht sie nicht. Nein, Käthe Strötges will nicht kürzer treten, sie ist immer noch Vorsitzende des Mönchengladbacher Vereins "Sport für betagte Bürger" und außerdem Vorsitzende des Landesverbandes. Und sie hat noch Träume für die Zukunft: Der Verein soll größer werden, außerdem will Strötges die Häusliche Betreuung ausbauen: "Dafür will ich noch lange bleiben", sagt das geschäftsführende Geburtstagskind.

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