Simon André Kledtke wollte schon immer Schriftsteller werden. Sein Debütroman „Sarania“ ist sogar für einen Preis nominiert.

Simon André Kledtke mit seinem Debütroman „Sarania“.
Simon André Kledtke mit seinem Debütroman „Sarania“.

Simon André Kledtke mit seinem Debütroman „Sarania“.

privat

Simon André Kledtke mit seinem Debütroman „Sarania“.

Mönchengladbach. Mit seinem Debütroman „Sarania“ entführt Simon André Kledtke (23) den Leser in eine Welt voller fantastischer Abenteuer und Magie. Der erste Band der Fantasy-Saga ist für den diesjährigen Deutschen Phantastik-Preis in der Kategorie Bestes Buch nominiert, der im Oktober vergeben wird.

„Während der Arbeit am Fantasy-Roman ,Sarania’ wurde mir klar: Ich möchte mehr aus dem Schreiben machen“, sagt Simon André Kledtke. „Es ist mein Traumberuf.“ Der gebürtige Mönchengladbacher hat im August vergangenen Jahres seinen Debütroman „Sarania – Das Vermächtnis der Magier“ im Ulrich-Burger-Verlag veröffentlicht.

Kurz nach dem 17. Geburtstag im Jahre 2008 beginnt Kledtke damit, die Fantasiegeschichte zu schreiben. „,Sarania’ war zu dieser Zeit ein Hobby von mir“, sagt der junge Autor, damals Schüler des Mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasiums in Mönchengladbach. „Ich ging zur Schule, spielte Fußball, traf mich mit Freunden – und am Abend schrieb ich“, erzählt er.

Als seine „Geburtsstunde des Schreibens“ beschreibt der 23-Jährige eine Parodie auf den Fantasy-Klassiker „Der Herr der Ringe“, die er mit seinem besten Freund in langweiligen Unterrichtsstunden in der zehnten Klasse verfasste. „Unser Frühwerk ,Der Herr der Tüten’ blieb aber unveröffentlicht.“ Doch seine Lust am Schreiben ist geweckt: „Ich hatte Blut geleckt, ich wollte jetzt unbedingt eine Heldengeschichte schreiben, inspiriert durch all die Geschichten, Mythen und Sagen, die mich schon als Kind begeisterten.“

Es ist ein harter Weg, bis er eine Agentur findet, die ihn vertritt

Und so arbeitet er bis Ende 2009 am Auftakt der Fantasy-Geschichte, die auf mehrere Bände angelegt ist. Viermal überarbeitet er den Text, bevor er ihn dann auf die Reise zu verschiedenen Literaturagenturen und in Verlagshäuser schickt. „Ich musste viele Dämpfer einstecken, bevor ich 2010 eine Agentur fand, die bereit war, mich zu vertreten“, meint Kledtke.

Nach dem Abitur schreibt er sich für ein Grundschullehramt-Studium ein. „Zu Kindern habe ich einen guten Draht“, begründet er seine damalige Entscheidung. Auch sein Umfeld sei zufrieden gewesen, denn der Lehrerberuf sei schließlich „etwas Solides“. Doch der ambitionierte Jungautor ist nicht zufrieden. „Nach zwei Jahren hatte ich das Gefühl, mich entscheiden zu müssen. Also wagte ich den Sprung ins Ungewisse und verließ die Uni“, erzählt er.

Auch wenn Kledtke am Montag in Wegberg wohnt, hält er sich immer noch regelmäßig in der Vitusstadt auf. „Im Mönchengladbacher Zentrum für offene Kulturarbeit habe ich als Schüler im Rahmen der Veranstaltungsreihe ,LesArten’ zum ersten Mal eigene Texte vorgetragen, und dort fand auch meine erste offizielle Lesung statt.“

„Momentan arbeite ich am Folgeband, und außerdem setze ich meine ,Sarania’-Präsentationstour fort“, sagt der junge Schriftsteller. Auch für die Zeit nach dem Abschluss der Fantasy-Saga hat der 23-Jährige schon einen Plan: „Dann möchte ich Romane fernab des Fantasy-Genres schreiben.“

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